Google Glass: Neuer Chef will Datenbrille von Grund auf neu entwickeln

Tuan Le 1

Totgesagte leben länger: Kurze Zeit nach der Übernahme des Google Glass-Projektes durch den Nest-Chef Tony Fadell gibt es neue Details zur Zukunft der Datenbrille. Offenbar plant man, das Konzept völlig neu zu überdenken.

Google Glass: Neuer Chef will Datenbrille von Grund auf neu entwickeln

Es war für einige sicherlich eine Schocknachricht, als Google aus heiterem Himmel das Ende des Google Glass-Explorer-Programms beendete. Mit dem Schritt einher ging auch die Einstellung der Arbeit an dem Projekt in den Google X Labs, die sich seitdem wieder verstärkt anderen Aufgaben wie zum Beispiel der Entwicklung von selbstfahrenden Autos widmet. Für diejenigen, die am Explorer-Projekt teilgenommen und viel Geld in die Cyberbrille investiert hatten, war dies verständlicherweise alles andere als erfreulich und viele fühlten sich zu Recht von Google hintergangen, da das Unternehmen immer wieder den Eindruck erweckt hatte, die Markteinführung von Google Glass stehe unmittelbar bevor. Dennoch lebt das Projekt auch außerhalb von Google X unter der Führung von Tony Fadell, seines Zeichens der Gründer von Nest, weiter und soll neuen Informationen zufolge komplett neu überdacht werden.

Google Glass: Völlig neues Konzept, keine öffentlichen Betas mehr

Tony Fadell äußerte sich diesbezüglich in einem Interview mit der New York Times und sagte, dass Google Glass von Grund auf neu entwickelt werden soll – ob das Projekt überhaupt den gleichen Namen behalten wird, ist ebenfalls fraglich. Seit der Übernahme durch Google ist das Team von Nest nicht mehr ausschließlich auf die Entwicklung von Rauchmeldern und Thermostaten fixiert, sondern arbeitet an verschiedensten Hardware-Projekten. Die Übernahme der Arbeit an Google Glass ist daher nicht verwunderlich gewesen.

Hierbei ist das Explorer-Modell aber wohl eher ein Vorreiter gewesen, eine Art Prototyp, um die Möglichkeiten der Technologie auszutesten. Dagegen sollen Fadell und sein Team nun eher ein für den Verbrauchermarkt gedachtes Produkt entwickeln. Dazu passt auch seine Aussage, dass es keine Public Betas mehr geben und die Brille der nächsten Generation erst dann auf den Markt kommen wird, wenn sie – so Fadell – perfekt ist. Große Ansprüche also, die der Nest-CEO an sich und sein Team stellt: Wir halten euch auf dem Laufenden und berichten, sobald es neue Details gibt.

Quelle: New York Times via engadget

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