Galaxy Nexus: Testbericht zur neuen Android-Referenz

Robert Weber 8

Für viele steht fest: Es gibt nur einen einzig wahren Androiden, und zwar ein Nexus Phone von Google. Doch kann das neue Android Referenz-Modell die Erwartungen erfüllen? Wir unterziehen das Galaxy Nexus einem intensiven Test und versuchen diese Frage zu beantworten.

Galaxy Nexus: Testbericht zur neuen Android-Referenz

Das Galaxy Nexus hatte uns das Team von getgoods.de zur Verfügung gestellt und dafür möchten wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken!

Video Review

Da Jens das Galaxy Nexus bereits im Unboxing hatte, möchte ich gleich mit dem Test beginnen. Und vor dem ausführlichen Testbericht gibt es wie immer ein Video Review von mir:

(YouTube-Direktlink)

Hardware

Lieferumfang

Im Lieferumfang befindet sich nicht allzu viel Zubehör, denn Samsung legt nur das nötigste rein. So habe ich zumindest nur ein USB-Kabel, ein Netzteil, ein In-Ear-Headset und eine Anleitung im Inneren der Verpackung gefunden. Das In-Ear-Headset liefert soliden Klang, doch ich vermisse zum Beispiel zusätzliche Aufsätze für die Kopfhörer -- die mitgelieferten passen nämlich nicht ganz.

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Verarbeitung und Haptik

Ich bin gute HTC-Verarbeitung gewohnt uns stehe eher auf ein Aluminium Unibody Gehäuse. Deshalb hatte ich schon befürchtet, dass Samsung sehr viel Kunststoff verwenden würde. Und genau so kam es auch. Viel Kunststoff muss aber nicht immer negativ sein, denn das Google Galaxy Nexus kann sich wirklich sehen lassen.

Galaxy Nexus Review
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Die Verarbeitung ist Samsung sehr gut gelungen. Die komplette Vorderseite besteht aus gehärtetem Glas und wird von einem Rahmen aus hochwertigem Kunststoff umkurvt. Auf der Rückseite entdecke ich unten den Samsung Galaxy-typischen „dicken Hintern“ und den Akkudeckel. Die Rückseite erinnert mich sofort an das Galaxy S2 und mit dem Akkudeckel werde ich mich garantiert nicht anfreunden, dieser wirkt auf mich nämlich etwas billig und mit dieser Meinung stehe ich nicht alleine da. Der Akkudeckel ist übrigens noch gummiert und lässt das Telefon sicher in der Hand liegen.

Doch über die verwendeten Materialien kann man sich wirklich lange streiten und es gibt mit Sicherheit genug Kunststoff-Befürworter unter euch. Die Zusammensetzung der einzelnen Komponenten ist auch auf einem Top Niveau. Es gibt keine unnötigen Spaltmaßen und es knarzt auch nichts. Lediglich das Display stört mich etwas. Dieses wurde nämlich etwas schief eingesetzt, sodass die rechte untere Ecke etwas höher steht als die linke untere Ecke des Displays. Das hat zur Folge, dass die linke Seite des Displays minimal tiefer als der Rahmen liegt. Das merkt man aber wirklich nur beim genauen Hinsehen oder beim Abtasten mit den Fingern. Außerdem ist das schon Meckern auf hohem Niveau, denn die Verarbeitung des Galaxy Nexus konnte mich in allen anderen Bereichen voll überzeugen.

Galaxy Nexus Review
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Die Größe des Galaxy Nexus könnte mit einem 4,65 Zoll großen Display viele potenzielle Käufer abschrecken. Doch wer sich mit diesem Thema etwas näher beschäftigt hat weiß, dass das Nexus nicht zu groß ist. Das Nexus ist nämlich 135,5 hoch, 67,94 breit und nur 8,94 mm dick. Damit ist es ca. 9 mm höher und ca. 2,5 mm breiter als das HTC Sensation XE. Ich finde diese Maße noch absolut in Ordnung und konnte mich damit sehr gut anfreunden. Meine persönliche Grenze für die Größe eines Smartphones ist damit aber schon fast erreicht. Sehr viel größer dürfte mein nächstes Smartphone auch nicht werden. Zusammen mit dem Akku wiegt das Telefon übrigens 135 Gramm und liegt damit absolut im Rahmen.

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Technische Spezifikationen und Ausstattung

Was befindet sich eigentlich unter der „Plastik-Haube“ des Nexus? Als zentrale Recheneinheit kommt ein Texas Instruments OMAP4460 Dual-Core Prozessor mit einer Taktrate von je 1,2 GHz pro Kern zum Einsatz. Dieser wird von einer PoweVR SGX540 GPU unterstützt. Außerdem sind noch 1 GB an Arbeitsspeicher, 16 GB an internem (bald auch mit 32 GB erhältlich) Speicher, eine 5 Megapixel Hauptkamera mit einem LED-Blitz und eine 1,3 Megapixel Frontkamera verbaut.

Galaxy Nexus Review
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Die Hardware hört sich im ersten Moment eher alt an. Warum? Na weil wir bereits seit über einem halben Jahr Smartphones mit Dual-Core Prozessoren kaufen können. Doch das Galaxy Nexus muss eine Verbesserung gegenüber dem Vorgänger darstellen und dieser hatte nur einen Single-Core Prozessor. Der TI OMAP4460 kann sich sowieso sehen lassen, denn dieser erreicht Benchmark-Ergebnisse, die auf dem Nivaeu des Samsung Exynos liegen und schlägt zum Beispiel den NVIDIA Tegra 2.

Außerdem zeichnet sich ein Nexus Phone nicht primär durch Hardware aus, sondern durch das runde Gesamtpaket und dazu gehören noch viele andere Punkte. Auf der rechten Seite des Telefons befinden sich übrigens noch drei Pins für eine Dockingstation, die ich wirklich gelungen finde.

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Display

Das Display gehört zu den wichtigsten Teilen eines Smartphones. Fast das ganze „Leben“ des Telefons spielt sich auf dem Display ab und deshalb darf am Display auf keinen Fall gespart werden. Die AMOLED-Displays von Samsung genießen einen sehr guten Ruf. Und das Super AMOLED HD-Display, das beim Galaxy Nexus zum Einsatz kommt, ist da keine Ausnahme.

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Die Farben werden sehr kräftig dargestellt und das Bild war immer sehr knackig und scharf. Außerdem ist die Leuchtstärke des Displays sehr sehr gut. Das Schwarz ist auf einem Super AMOLED auch ein echtes Schwarz und kein dunkles Grau.

Die Hardware-Tasten unter dem Display fallen bei Galaxy Nexus weg und das Display kann dadurch länger gezogen werden. Es ist zwar 4,65 Zoll groß, doch durch die Software-Tasten, die sich im Display befinden, fällt die nutzbare Fläche des Displays nicht zu groß aus. Wenn wir uns die Software-Tasten wegdenken, bleibt uns ein Display mit einer Diagonale von ca. 4,4 Zoll. In der Höhe ist das Display dann sogar genauso groß wie das Display meines HTC Sensation. Es ist lediglich etwas breiter. Deshalb sollten euch die 4,65 Zoll auf keinen Fall abschrecken.

Die Auflösung von 1280 x 720 Pixeln lassen dieses Display auf einem neuen Level mitspielen. Die Darstellung ist immer sehr scharf und einzelne Pixel kann man nicht erkennen. Vor allem beim Surfen im Internet macht dieses Display sehr viel Spaß. Wenn wir einen Film oder ein Video im Vollbild-Modus abspielen, verschwinden auch die Software-Tasten und wir können das Video auf den ganze 4,65 Zoll genießen -- das ist wirklich genial und hier kommt das Potenzial der Software-Tasten richtig zur Geltung.

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Die hohe Auflösung hat aber auch Nachteile. So fand ich die Auflösung beim Spielen von Fieldrunners HD eher unpraktisch. Die einzelnen Tower waren für mich persönlich etwas zu klein geraten. In anderen Spielen hatte ich damit aber überhaupt keine Probleme.

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Konnektivität

Bei den Anschlüssen und den Verbindungsmöglichkeiten ist alles dabei, was man braucht. Neben HSPA+ (in den USA 4G/LTE) sind noch WLAN 802.11 b/g/n und Bluetooth 3.0 mit an Bord. Ein MHL-Anschluss befindet sich auf der unteren Seite des Telefons, der sowohl als USB-, als auch als HDMI-Anschluss fungiert. Wi-Fi Direct und ein GPS-Modul dürfen natürlich auch nicht fehlen. Außerdem ist ein NFC-Chip verbaut, der in Verbindung mit Android Beam für viel Spaß sorgen wird. Den klassischen Massenspeicher Modus gibt es leider nicht mehr, doch dank MTP-Verbindung könnt ihr trotzdem auf den internen Speicher des Telefons zugreifen, zumindest an einem Windows Computer.

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Unterwegs hatte ich dank dem sehr guten HSPA-Modul immer eine gute Internetverbindung. Das WLAN-Modul hatte mich aber etwas enttäuscht. In unmittelbarer Nähe zum WLAN Router war die Verbindung mehr als zufriedenstellend, doch wenn ich mich in einen benachbarten Raum begeben hatte, hatte die Verbindung nur noch 1-2 Balken und das war weniger erfreulich. Konntet ihr ähnliche Erfahrungen sammeln?

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Gesprächs- und Soundqualität

Ja, man kann mit einem High-End Smartphone auch telefonieren. Und mit dem Galaxy Nexus klappt dies sogar sehr gut. Meine Gesprächspartner konnte ich immer laut, deutlich und natürlich hören. Es traten nie Störungen auf und der Lautsprecher „kratze“ auch nicht. Der Lautsprecher, der für die Telefonfunktion zuständig ist, hat eine sehr hohe Qualität.

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Vom Medien-Lautsprecher kann ich dies allerdings nicht behaupten. Zwar wurde der Sound dort klar und deutlich ausgegeben, doch für mich persönlich war es immer viel zu leise. Ich höre meine Musik zwar nur mit Kopfhörern, doch trotzdem finde ich es ein bisschen schade, dass der Lautsprecher nicht mehr Power hat. Das wurde vor allem dann zum Problem, wenn ich das Galaxy Nexus als Navigationsgerät im Auto eingesetzt hatte. Die Anweisung der netten Dame von Google Maps Navigation konnte ich nicht immer optimal hören.

Das mitgelieferte Headset ist ok und reichen für den durchschnittlichen Nutzer auch aus. Doch wer auf hochwertige Kopfhörer nicht verzichten kann, sollte sich andere zulegen. Mich hat vor allem gestört, dass die Kopfhörer nicht gut sitzen wollten und auch die allgemeine Qualität lässt wirklich zu wünschen übrig.

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Kamera

Google hat auf mehr Megapixel verzichtet und lässt beim Galaxy Nexus weiterhin nur eine 5 Megapixel Kamera verbauen. Das ist aber keinesfalls ein Nachteil, denn ihr wisst ja alle, dass mehr Pixel nicht immer mehr Qualität bedeuten. Meistens sind weniger Pixel sogar vorteilhafter.

Ich bin aber absolut kein Kamera-Experte und überlasse die Beurteilung der Qualität der verbauten Kamera gerne anderen. Für mich persönlich reicht die Qualität der Videoaufnahme sowohl in 720p, als auch in 1080p völlig aus. Und auch die Fotos können sich wirklich sehen lassen. Ich stelle an eine „Handykamera“ aber auch nicht allzu hohe Erwartungen und bin da eigentlich ziemlich leicht zufrieden zu stellen. Beim Galaxy Nexus muss ich mich aber nicht mit „wenig“ zufrieden geben, denn die Kamera gehört sicherlich zu den besseren auf dem Markt. Doch ich muss gleich sagen, dass es auf jeden Fall bessere Kameras gibt -- zum Beispiel die Kamera des Samsung Galaxy S2.

Galaxy Nexus Review

Die Kamera-Software ist Google ebenfalls gelungen. Die „Zero Shutter“-Funktion lässt euch in wenigen Sekunden sehr viele Bilder knipsen und ersetzt damit fast schon die Serienbilder-Funktion. Außerdem könnt ihr im Videomodus zwischen verschiedenen lustigen Effekten wählen. So kann man einer gefilmten Person gleich mal eine dicke Nase oder große Augen verpassen und lustige Momente noch komischer festhalten.

Matias Duarte von Google sagt mal in einem Interview, dass ein Smartphone nicht die beste Kamera haben muss. Die Kamera muss dafür aber Spaß machen und einzigartige Momente des Lebens festhalten können (oder so ähnlich). Und ich kann ihm da voll zustimmen. Mein Smartphone muss nicht meine Spiegelreflex ersetzen, sondern brauchbare Schnappschüsse und Videos aufzeichnen können -- nicht mehr und nicht weniger.

Sample Videos und Bilder gibt es von mir nicht, diesen Part übernimmt André, da er deutlich mehr Ahnung von Kameras hat. In den nächsten Tagen könnt ihr hier also ein Update erwarten.

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Performance

In einem Smartphone kann die beste Hardware verbaut sein, doch wenn die Software nicht optimal an die Hardware angepasst wurde, bringt die High-End Hardware kaum Vorteile. Deshalb ist es beim Galaxy Nexus auch nicht wirklich schlimm, dass „nur“ ein Dual-Core Prozessor verbaut wird. Die 1,2 GHz pro Kern reichen für Android 4.0 Ice Cream Sandwich absolut aus, denn die Software wurde hierbei optimal für diesen Chip optimiert.

Android 4.0 läuft auf dem Nexus absolut flüssig und ruckelfrei. Mit der Performance war ich stets zufrieden. Und das gilt sowohl für die Bedienung der Benutzeroberfläche, als auch für Spiele. Ich habe auf dem Nexus Shadowgun und andere grafisch aufwendige Spiele getestet. Shadowgun gehört zurzeit wohl zu den aufwendigsten Spielen für Android und es stellte für das Galaxy Nexus überhaupt kein Problem dar.

Die Benchmark-Ergebnisse bestätigen meine subjektiven Eindrücke voll und ganz. Bisher galt der Samsung Exynos Dual-Core Prozessor als Referenz für mobile Chips, doch beim CF-Bench erreicht das Galaxy Nexus teilweise bessere Ergebnisse. Und der CF-Bench gehört zu den verlässlichsten Benchmarks, die es für Android gibt. Ich habe das Galaxy Nexus aber auch anderen Benchmarks unterzogen und auf den folgenden Screenshots könnt ihr euch die Ergebnisse anschauen und mit eurem Smartphone vergleichen.

Galaxy Nexus: Linpack Single
Galaxy Nexus: Linpack Multi
Galaxy Nexus: Quadrant
Galaxy Nexus: Smartbench 2011
Galaxy Nexus: NenaMark1
Galaxy Nexus: NenaMark2
Galaxy Nexus: CF-Bench
Galaxy Nexus: AnTuTu
Galaxy Nexus: Electopia
Galaxy Nexus: An3DBench
Galaxy Nexus: An3DBench

Leider wird das Galaxy Nexus aber im Bereich der Kamera ziemlich warm -- und das sogar beim normalen Benutzen des Telefons. Ich rede dabei nicht von Spielen, sondern vom Surfen im Netz oder beim Einsetzen der Kamera. Bei aufwendigen Spielen werden alle Smartphones warm, doch das Nexus wird leider auch im täglichen Einsatz warm. Ich glaube aber, dass es nicht weiter schlimm ist, da es nicht heiß wird, sondern etwas warm. Es kann aber natürlich auch sein, dass das nur bei meinem Testgerät aufgetreten ist und euer Telefon davon gar nicht betroffen sein wird.

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Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist ein sehr wichtiges Thema bei aktuellen Smartphones. Früher kam man bei einem guten Handy eine ganze Woche lang mit nur einer einzigen Ladung aus, doch die Zeiten haben sich geändert. Für mich persönlich muss ein Smartphone einen ganzen Tag durchhalten. Für zwei ganze Tage reichen die originalen Akkus zurzeit nicht aus, deshalb spielt es für mich keine Rolle, wie viel Ladung der Akku am Ende des Tages noch hat. Am Ende des Tages muss das Telefon so oder so an die Steckdose.

Galaxy Nexus Review

Und das Galaxy Nexus kommt ganz sicher und ohne Probleme durch den Tag, denn der 1750 mAh Akku macht einen ordentlichen Job. Das ist nicht schlecht und auch nicht überragend. Es ist eine solide Leistung und mehr ist zurzeit leider nicht drin. Ich hoffe aber, dass die Hersteller dieses Problem schon bald ernsthaft anpacken werden und die Akkulaufzeit um Tage und nicht um Stunden verbessern.

Software

Android 4.0 Ice Cream Sandwich gefällt. Eigentlich würde dieser Satz schon ausreichen, denn Andoird 4.0 gefällt mir wirklich. Bei diesem System habe ich das Gefühl, dass es endlich komplett ist. Fertig. Durchdacht. Zu Ende gebracht. Ice Cream Sandwich ist als Gesamtpaket einfach rund und gut gelungen. An dieser Stelle muss ich das Android Team einfach mal loben!

Galaxy Nexus Software
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Es hat sich einiges an der Optik getan und einige neue Funktionen sind hinzu gekommen. Die Stock Benutzeroberfläche wurde mächtig aufgebohrt und schaut richtig gut aus. Das erste Mal hatte ich HTC Sense nicht vermisst. Viele Funktionen und Features, die hinzu gekommen sind, kannte ich bereits von HTC Sense. Vor allem bei der offiziellen Präsentation von Ice Cream Sandwich hatte ich mich mehrmals gewundert, dass einige Funktionen als Neuheit präsentiert wurden, die ich dank HTC Sense aber als selbstverständlich ansah.

Ice Cream Sandwich lief schnell und flüssig, ohne Ruckler und ohne Hänger. Das erwarte ich von einem gelungenen Smartphone. So muss das sein. Die Animationen können sich ebenfalls sehen lassen. Die System Apps, die Google vorinstalliert wurden auch verbessert. Zum Beispiel finde ich, dass die Google Mail App wirklich gelungen ist und endlich gibt es auch ein Google Mail Widget auf Smartphones und nicht nur auf Tablets.

Ich wüsste eigentlich nichts, was ich bei Ice Cream Sandwich vermissen sollte. Die Rückkehr zu meinem HTC Sensation war aber trotzdem schön. Die heimische Oberfläche lässt mich positiv in die Zukunft blicken. Ich freue mich schon jetzt auf den Tag, an dem mein Sensation ein Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich mit HTC Sense 4.0 erhalten wird.

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Wenn ich mir aber ein Galaxy Nexus zulegen würde, würde ich da niemals irgendwelche alternativen Launcher o.ä. installieren, denn ich finde die Oberfläche einfach schön und würde alles so lassen, wie Google es ausliefert. In meinem Video Review, welches ihr am Anfang dieses Artikels findet, könnt ihr euch die Software etwas genauer anschauen.

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Modifizierbarkeit

Google will den Moddern unter uns keine Steine in den Weg legen, denn das Galaxy Nexus kann ziemlich einfach gerootet werden. Dann sind euch alle Türen offen und ihr könnt damit machen was ihr wollt. Wenn aber etwas schief geht, gibt es auch eine spezielle ROM, die das Galaxy Nexus wieder in den originalen Zustand zurück versetzt. Das ist sehr kundenfreundlich!

Einige Custom ROMs gibt es auch schon und in den nächsten Tagen werden wir euch noch einige Artikel zum Thema „Galaxy Nexus rooten und modden“ präsentieren.

Fazit

Mein Fazit fällt eher positiv aus. Ich finde das Galaxy Nexus rundum gelungen. Allen, die mich fragen, welches Smartphone sie sich denn jetzt zulegen sollen, empfehle ich ganz klar das Galaxy Nexus. Es hat eine tolle Hardware, sehr gute Verarbeitung, ein wirklich schönes Display und die aktuellste Android OS-Version. Updates wird es in Zukunft auch direkt von Google geben, und zwar dann wenn Google auf den Update-Button drückt und nicht erst, wenn die Hersteller oder Provider die Updates angepasst haben.

Das Galaxy Nexus ist auf keinen Fall perfekt, doch wenn ihr die kleinen Nachteile in Kauf nehmen könnt, dann fahrt ihr mit diesem Telefon wirklich gut. Für diejenigen, die bereits ein Dual-Core Smartphone besitzen, ist das Galaxy Nexus meiner Meinung nach aber nichts. Ich werde von meinem HTC Sensation ganz sicher nicht auf das Galaxy Nexus umsteigen, da ich es nicht unbedingt besser finde. Die Software ist zwar aktueller, doch HTC wird schon bald ein entsprechendes Update nachliefern. Für mich persönlich ist der Mehrwert zu gering für einen Umstieg von einem sehr guten Dual-Core Android Smartphone auf ein anderes sehr gutes Dual-Core Android Smartphone.

Galaxy Nexus Review

Jens, André und Chris werden in den nächsten Tagen ebenfalls ihre Eindrücke vom Galaxy Nexus niederschreiben und dabei sicherlich auch auf andere Punkte näher eingehen, denn jeder hat seine eigenen Punkte, auf die er bei einem neuen Smartphone besonders Wert legt.

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