Pixel 3 (XL): Googles genialer Trick, um die Kamera zu verbessern

Simon Stich 3

Google legt bei seinen Smartphones viel Wert auf eine besonders gelungene Kamera. Das ist auch beim Pixel 3 (XL) nicht anders. Jetzt wurde bekannt, mit welchen unkonventionellen Mitteln der Konzern die Kamera des Smartphones verbessert hat. Stichwort „Frankenphone“.

Pixel 3 (XL): Googles genialer Trick, um die Kamera zu verbessern
Bildquelle: GIGA - Google Pixel 3.

Google Pixel 3 (XL): Freakige Monsterkamera half beim Optimieren

Jede vernünftige Kamera eines höherwertigen Smartphones besitzt heute einen Porträtmodus. Hier wird der Hintergrund automatisch unscharf gestellt, um die fotografierte Person im Vordergrund besonders gut zur Geltung kommen zu lassen. Viele Hersteller setzen dabei auf mehrere Kameras, die gleichzeitig Bilder erstellen, welche dann automatisch überlagert werden. Google hat bei seinen Pixel-Smartphones aber nur eine einzige rückwärtige Kamera zur Verfügung. Verschiedene Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven zu überlagern ist also nicht drin. Stattdessen muss die Software diese Aufgabe übernehmen. Wie das genau funktioniert, hat der Konzern jetzt im Google AI Blog zusammengefasst, wie Android Police berichtet.

Zunächst musste das Pixel 3 (XL) simulieren, wie es aussehen würde, wenn es doch mehrere Kameras zur Verfügung stehen hätte. Dazu haben die Ingenieure des Konzerns kurzerhand eine bizarr wirkende „Hülle“ gebaut, in das gleich fünf Pixel 3 (XL) gesteckt wurden. Ein passender Name war auch schnell gefunden: „Frankenphone“, in Anlehnung an Frankensteins Monster, soll das fünffache Pixel heißen.

So sieht die Monsterkamera aus dem Google-Labor aus. Rechts ist eines der Ergebnisse zu sehen:.

Mit dem „Frankenphone“ konnte Google fünf Fotos gleichzeitig aufnehmen – und so die Algorithmen trainieren. Durch das maschinelle Lernen hat das Pixel 3 (XL) im Laufe der Zeit immer besser verstanden, was sich im Vordergrund befindet (möglichst scharf) und woraus der Hintergrund besteht (unscharf im Porträtmodus).

Wie Googles Bemühungen am Ende Früchte getragen haben, seht ihr hier: 

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Google Pixel 3 XL im Kamera-Test: Natürlich schön – aber nicht perfekt.

Pixel-Smartphones: Bleibt es bei einer Kamera?

Während mittlerweile so gut wie jeder Hersteller auf mehrere Kameras setzt, bleibt Google sich bislang treu. Ob das auch in Zukunft so bleiben wird, ist nicht unbedingt sicher. Google könnte weiter den Fokus auf stark optimierte Software setzen oder doch schwach werden und den „einfacheren“ Weg mit mehreren Kameras gehen.

Kameras sind bei der Pixel-Reihe aber das kleinste Problem. Mit dem Vorgänger, dem Pixel 2 (XL), konnte sich der Konzern ganz oben im Ranking von DxOMark festsetzen, bis es im Laufe der Zeit von der Konkurrenz überholt wurde. Insbesondere das Huawei P20 Pro und das Apple iPhone XS Max gelten als schärfste Konkurrenten.

Zum aktuellen Pixel 3 (XL) gibt es übrigens noch keine Bewertung von DxOMark. Angeblich haben die Tester noch auf den „Night Sight“-Modus für bessere Aufnahmen bei Nacht gewartet, der erst vor wenigen Tagen per Software nachgeliefert wurde, bevor sie eine endgültige Punktzahl vergeben.

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