HTC 11: Unsere Wünsche an das neue Flaggschiff der Taiwaner

Rafael Thiel 11

Es war kein schlechtes Jahr für HTC. Mit Hinblick auf die nähere Vergangenheit war es sogar ein außerordentlich gutes Jahr für HTC. Das hat das taiwanische Unternehmen hauptsächlich dem HTC 10 zu verdanken – endlich mal wieder ein Flaggschiffmodell, das diese Bezeichnung auch verdient hat. Doch natürlich gibt es noch Luft nach oben. Was kann der Hersteller beim HTC 11 verbessern? Ein paar Wünsche.

HTC 11: Unsere Wünsche an das neue Flaggschiff der Taiwaner

Liebes HTC, ihr habt es wirklich nicht einfach gehabt. Von allen Seiten wurde auf euch eingehackt, von überall hagelte es Kritik. Das war hart – aber leider verdient. Die Smartphones, die ihr in dieser Zeit gebaut habt, waren einfach nicht zufriedenstellend. Das HTC One M8 war grausig und überlebte nur aufgrund des guten Rufs des Vorgängers. Ein Fehltritt wäre ja vielleicht noch verziehen worden, doch auch das One M9 konnte schlicht und ergreifend nicht überzeugen. Zu viele Spielereien, zu wenig Smartphone.

Dass ihr das besser könnt, habt ihr in diesem Jahr eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Das HTC 10 war in Ordnung – und das ist an dieser Stelle voll und ganz positiv gemeint. Es war ein zuverlässiges Smartphone ohne große Schwächen. Ein bisschen unscheinbar sogar, aber dennoch ein Produkt, das „HTC“ wieder zu einer echten Empfehlung machte. Das bedeutet freilich nicht, dass das HTC 10 perfekt war und ihr euch auf euren Lorbeeren ausruhen dürft. Ein paar Vorschläge Wünsche hätten wir da …

Wunsch 1: Die Kamera

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Die Kamera des HTC 10 war nicht schlecht, fürwahr, doch machen etwa das Google Pixel oder das Samsung Galaxy S7 dennoch erkennbar bessere Bilder – und das wohlgemerkt ohne Dual-Linsen oder dergleichen. Ihr seht also, mit hochwertiger Hardware und kluger Software ist so einiges möglich. Ach, und bitte verliert euch nicht in unnützen Spielereien. Eine Dual-Kamera, na gut, aber nicht so halbherzig implementiert wie damals im One M8.

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Wunsch 2: Das Design

Es gab eine Zeit, da übernahmt ihr eine Vorreiterrolle in puncto Smartphone-Design. Da gab es das elegante HTC One S, dem das hochwertige HTC One folgte. Ja, damals war ein angetanes „Ahh“ noch üblich bei euren Produkten. Mittlerweile ist das etwas verkommen. Nochmal: Das HTC 10 ist nicht schlecht und sieht auch nicht schlecht aus, nur … fehlt etwas. Niemand möchte das Wort „langweilig“ in den Mund nehmen, aber euer aktuelles Flaggschiff schaut doch recht dröge aus.

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Ein HTC 11 in einem neuen Design indes hätte das Potenzial dazu, für Aufsehen zu sorgen. Zumal Samsung, so munkelt man, sich an eine neue Optik heranwagt. Bleibt also dran und traut euch! Es muss nicht zum vierten Jahr in Folge eine abgewandelte Form des HTC One sein. Und übrigens: Niemand mag Bezel, aber das nur am Rande.

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Wunsch 3: Innovationen und Alleinstellungsmerkmale

Um die Phrase erneut aufzugreifen: Das HTC 10 ist kein schlechtes Smartphone. Es ist sogar ein gutes Smartphone. Punkt, kein aber. Und genau hier liegt das Problem: Das HTC 10 ist ein gutes Smartphone ohne Alleinstellungsmerkmal. Da gibt es keine überragende Kamera, kein abgerundetes Display und auch keinen dauerlaufenden Akku.

Darum eine Bitte an euch, formuliert als Wunsch: Probiert doch nochmal etwas aus. Ja, die Dual-Kamera im One M8 damals ist nach hinten losgegangen. Und UltraPixel waren sowieso immer nur ein Produkt der Marketingabteilung. Aber das sollte euch nicht daran hindern, euch weiterhin an neuen Dingen zu versuchen. Auch LG ist dieses Jahr mit den modularen Zusätzen auf die Schnauze gefallen – aufstehen und Mund abwischen, heißt die Devise.

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Doch Samsung verdient sich jetzt mit den abgerundeten Displays eine goldene Nase. Erinnert ihr euch noch an das Galaxy Note Edge? Das sah scheußlich aus. Aber Samsung blieb am Ball und das Galaxy S6 edge gab ihnen Recht. Dieser Aufruf gilt im Übrigen auch für die Software. Ein neuartiges Feature, das begeistert – und schwups habt ihr ein Verkaufsargument.

Wunsch 4: Die kleinen Dinge

Doch bei all der Experimentierfreudigkeit, bleibt dennoch auf dem Boden. Deshalb zu guter Letzt der Wunsch: Achtet auf die kleinen Dinge. Das habt ihr beim HTC 10 eigentlich schon ganz gut gemacht, so sollte es auch bleiben. Dazu zählt etwa ein Akku, dem nicht schon nach drei Kurznachrichten die Puste ausgeht. Denkt an einen Lautsprecher, mit dem der Nutzer auch seinen Freunden ein kurzes Video ohne Scham vorführen kann. Vergesst nicht, eine LED für Benachrichtigungen zu verbauen – mehrfarbig bitte! Achtet darauf, dass die Druckpunkte euer Buttons solide sind. Und, und, und …

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Das war’s schon

So schlimm war das doch gar nicht, oder? Natürlich schläft die Konkurrenz nicht und das HTC 11 wird sich nicht gegen Galaxy S7, OnePlus 3T und Huawei P9 behaupten müssen, sondern gegen das angeblich randlose Galaxy S8, das vermutlich noch preiswertere OnePlus 4 und das in jeder Hinsicht aufgebohrte Huawei P10. Der Smartphone-Markt ist groß, die Gewinne sind aber nur marginal. Um auch ein Stück vom Kuchen abzubekommen, muss das HTC 11 ein voller Erfolg werden. Das Zeug dazu habt ihr.

Fallen euch noch weitere Wünsche ein? Dann sagt es uns in den Kommentaren! 

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