HTC One: Offizielles Hard Case im Kurztest

Frank Ritter 19

Wie gemein ist das denn? Smartphones sind einerseits teuer, andererseits aber trotzdem der Schwerkraft und dem Zahn der Zeit unterworfen: Die modernen Preziosen fallen leider nur zu gerne gerne mal auf den Fußboden der Tatsachen oder nutzen sich ab. Wohl dem, der eine Hülle sein Eigen nennt, die das Smartphone umgibt. Wir haben uns das offizielle Hard Case für das HTC One besorgt und getestet.

HTC One: Offizielles Hard Case im Kurztest

Das HTC One ist ein bildhübsches Gerät. Diese Aussage dürfte wohl kaum jemand in Frage stellen, der das Smartphone je in der Hand hatte. Aber diese Attraktivität stellt den One-Nutzer auch vor ein interessantes Dilemma: Nutze ich mein Smartphone regulär und ohne zusätzlichen Schutz in all seiner Schönheit, setze es damit aber zugleich dem Unbill der Zeit aus, das wohl jeden Gebrauchsgegenstand ereilt — Abnutzung durch Kratzer und Beulen sowie die Gefahr der Zerstörung durch Unachtsamkeit? Oder umgebe ich es mit einem Case, um die Schönheit und den Wiederverkaufswert zu erhalten, schaue es mir dann aber nicht mehr in seiner Reinform an?

Wer eher zur zweiten Option tendiert und das HTC One besitzt, wird sich unweigerlich auf die Suche nach einer passenden Hülle oder einem entsprechenden Case machen. Oder es vielleicht sogar schon haben — so wie mein Kollege Sebastian, der das offizielle Hard Case des HTC One als Entschädigung von seinem Mobilfunkprovider bekam, weil sich das bestellte Gerät verspätete. Wir haben das Case einige Tage über unser Testgerät gestülpt. Hier unsere Beobachtungen:

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Das Hardplastik-Case besteht aus drei Teilen. Der große graue Mittelteil wird dabei von unten oder oben auf das Gerät geschoben. Zwei anklippbare Klammern, eine rote für die obere, eine dunkelgraue für die untere Seite, rahmen das Gerät ein. So sieht’s aus, wenn es fertig ist:

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In den Tagen der Benutzung schützte das zweite Gehäuse das One gut. Auch wenn wir das nicht ausprobiert haben, vermittelt das extrem steife Gehäuse den Eindruck, als könne es auch die Folgen eines Sturzes aus Augenhöhe verhindern. Zum Zweck der Rigidität leider unvermeidbar ist, dass der äußere Rand des Displayglases durch das Case „erhöht“ wird. Das ist insofern problematisch, als dass der Bezel des HTC One bekanntermaßen sehr schmal ist. Soll heißen: Wenn man ein Element am äußeren Rand des Touchscreens antappen will, ist das mit dem Hard Case zuweilen etwas hakelig. Es bleiben kleine Spaltmaße zwischen Klammer und „Korpus“ des Case. Dort und an den Rändern zum Display können sich nach einigen Tagen Hosentaschenkontakt schmale Schmutzränder bilden, die aber nach Abnahme des Case leicht zu beseitigen sind.

Das Geräte-Handling funktioniert ansonsten mit dem Case erstaunlich gut. Natürlich wird das One so etwas klobiger. Da die rückwärtige Wölbung aber erhalten bleibt, liegt das HTC One nach wie vor gut in der Hand.

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Die Abdeckungen für die Lautstärkebuttons geben den guten Druckpunkt der Tasten optimal weiter, durch die Einkerbung beim IR-Blaster/Power-Button lässt sich dieser ironischerweise sogar deutlich besser „blind erfühlen“.

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Ein kleines Manko gibt es dann aber doch zu vermelden: Die Öffnungen an den Klammern für die Frontlautsprecher scheinen nicht ganz bündig mit denen am Gerät zu sein. Dem bombastischen BoomSound-Sound (Wir entschuldigen uns für diese Formulierung) scheint das aber keinen Abbruch zu tun — zumindest nach unserem Gehör.

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Fazit: Ästhetik ist ein subjektiver Wert. Wer damit leben kann und will, das wunderschöne HTC One in einen „Keuschheitsgürtel“ zu zwängen, der zum Zweck des Schutzes von Leib und Leben des geliebten Gadgets eben dessen äußere Attraktivität massiv einschränkt, der kann guten Gewissens zugreifen.

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