HTC: One M9 sorgt für rote Zahlen im zweiten Quartal

Kaan Gürayer 4

HTCs Talfahrt geht weiter: Nachdem das One M9 nicht die großen Erwartungen erfüllen konnte und bei Käufern ungefähr so beliebt zu sein scheint wie ein saftiger Bacon-Burger beim Veggie-Treffen, ist der taiwanische Hersteller im zweiten Quartal wieder in die Verlustzone gerutscht. 

HTC: One M9 sorgt für rote Zahlen im zweiten Quartal

Vor fast genau einem Jahr blickte HTC hoffnungsvoll in die Zukunft. Das neue One (M8) war zwar kein Beststeller, verkaufte sich aber solide und bescherte dem Unternehmen nach langer Zeit endlich wieder schwarze Zahlen. Von der damaligen Aufbruchstimmung ist heute nicht mehr viel geblieben, denn der Nachfolger One M9 konnte bisher nicht mal ansatzweise an die ohnehin bescheidenen Verkaufszahlen des One (M8) anknüpfen und hat sich zum Total-Flop entwickelt. Lediglich 4,5 Millionen Einheiten soll HTC bisher vom One M9 (Test) an den Mann gebracht haben – satte 44 Prozent weniger als beim Vorgänger aus dem Jahr 2014. Folgerichtig brach der Umsatz ein und HTCs Aktienkurs erreichte unlängst ein Zehnjahrestief. Insofern kommen die roten Zahlen, die HTC jetzt für das zweite Quartal 2015 verkündete, auch nicht überraschend.

Der Umsatz brach nach vorläufigen Zahlen von 65 Milliarden NTD (New Taiwan Dollar) im Vorjahreszeitraum auf 33 Milliarden NTD im zweiten Quartal 2015 ein. Umgerechnet ergeben das circa 967 Millionen Euro. Für das zweite Quartal steht außerdem ein Verlust von knapp 8 Milliarden NTD (235 Millionen Euro) in den Büchern, während zwischen April und Juni 2014 noch ein Gewinn von 2,26 Milliarden NTD erwirtschaftet werden konnte.

HTC One M9: Test.

Bringt das HTC Aero die Wende?

Unklar ist, wie sich HTC aus der misslichen Lage befreien möchte. Ein Wechsel an der Spitze wurde bereits Ende März vollzogen, als der langjährige Firmenchef Peter Chou zurücktrat und Mitgründerin Cher Wang das Steuer übernahm – zumindest bisher brachte der Wechsel zwar keinen nennenswerten Erfolg, das ist aber angesichts der langen Entwicklungszyklen von Smartphones kein Wunder. Mit der HTC Vive, einer Virtual-Reality-Brille im Stile der Oculus Rift, stößt das Unternehmen allerdings in einen Markt vor, der von vielen Beobachtern als das „Next Big Thing“ angesehen wird. Darüber hinaus soll bereits im Herbst mit dem HTC Aero das neueste Flaggschiff des Herstellers vorgestellt werden, das unter anderem über eine „bahnbrechende Kamera-Technologie“ verfügen soll. Angesichts der angespannten Situation HTCs bleibt zu hoffen, dass das Aero seinem Namen diesmal keine Ehre macht und sich nicht, wie das One M9, zu einer Luftnummer entwickelt.

Quelle: HTC, via: heise

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