HTC One X und One S: Problem mit der Hardware?

Daniel Kuhn 28

Nachdem HTC die neue One-Serie auf dem Mobile World Congress präsentiert hat, war die Begeisterung erst mal sehr groß: Nicht nur trumpften die Modelle One S und One X mit beachtlichen Hardware-Spezifikationen auf, auch die Verarbeitungsqualität schien selbst für HTC-Standards ziemlich hoch. Nachdem die Geräte inzwischen im Handel erhältlich sind, werfen Berichte über Mängel bei der Verarbeitung allerdings einen Schatten auf die schönen neuen HTC-Smartphones.

HTC ist zu Recht sehr stolz auf die Gehäuseveredelung der schwarzen One S-Version: Micro Arc Oxidation nennt sich die Technologie, bei der das Aluminiumgehäuse mit 10.000 Volt umschmeichelt wird, wodurch eine Keramik-ähnliche Oberfläche entsteht. Diese Oberfläche soll dermaßen widerstandsfähig sein, dass sie nicht zerkratzen kann und man daher laut HTC kein Case für das Smartphone braucht. Das klingt in der Theorie alles ganz toll, allerdings häufen sich nun Berichte von Nutzern, bei denen die Gehäusebeschichtung an einigen Ecken abgeplatzt ist. Dabei hat sich die Beschichtung offenbar ohne Fremdeinwirkung vom Gehäuse gelöst, denn alle Betroffenen berichten, dass das Smartphone nicht fallen gelassen oder auf andere Weise misshandelt wurde. Auch unser Testgerät, das Amir gerade über den Testparcours peitscht, hat bereits an einer kleinen Stelle die schöne schwarze Hülle fallen lassen. Betroffen ist übrigens nur die schwarze Version – dem Gehäuse des metallic-grauen One S wurde die Schocktherapie erspart, es wird stattdessen anodisiert.

Aber auch der große Bruder des One S, das HTC One X, kränkelt ein wenig. Neben Kratzern auf der Kameralinse, die durch die ungünstige Positionierung und einen mangelnden Schutzrand hervorgerufen werden, scheint das Display des High End-Smartphones ein Problem zu haben: Im Test der Kollegen von Cnet verfärbt sich das LC-Display, sobald Druck auf eine bestimmte Stelle ausgeübt wird, wie in diesem Video zu sehen ist:

HTC One X screen flex issue.

HTC hat zwar geäußert, dass solch ein Gerät es nie durch die Qualitätssicherung schaffen würde; allerdings hat dieses Modell ja ganz offensichtlich irgendwie doch den Weg aus der Produktionsstätte in die Cnet-Redaktion geschafft. Unklar ist nun, ob dieser Fehler nur bei einigen Testgeräten auftritt oder ob noch weitere Exemplare betroffen sind.

Insgesamt bleibt ein leicht bitterer Beigeschmack, denn so hochwertig die Smartphones von HTC auch immer verarbeitet sind, Mängel treten dennoch immer wieder auf – die Modelle Desire und Sensation beispielsweise hatten Probleme mit Staub, der sich unter dem Display sammelt. So hundertprozentig scheint die Qualitätskontrolle der Taiwaner also noch nicht zu funktionieren, was natürlich gerade bei Geräten die 500 Euro und mehr kosten, sehr ärgerlich ist.

Besitzt ihr eines der neuen HTC One-Smartphones und habt ihr ebenfalls bereits Verarbeitungsprobleme feststellen müssen? Im Kommentarbereich könnt ihr euer Leid klagen.

Quelle: XDA-Developers, MoDaCo, Cnet [via Androider, Phandroid]

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