Für das Mate 20 Pro: Huawei bricht mit einer eisernen Regel

Kaan Gürayer 6

Umdenken bei Huawei: Über Jahre hat der chinesische Hersteller an einer eisernen Regel festgehalten, um vor allem die Akkulaufzeit seiner Smartphones zu erhöhen. Beim neuen Huawei Mate 20 Pro findet diese Tradition offenbar ihr Ende. 

Auf technischer Seite mussten sich Huaweis High-End-Handys zwar nie vor der Konkurrenz verstecken – in einem Detail übte sich die neue Nummer 2 am Smartphone-Markt bisher aber ganz bewusst in Zurückhaltung: der Displayauflösung.

Während etwa Samsung bei seinen Smartphone-Flaggschiffen schon lange auf Displays mit WQHD+-Auflösung setzt und einige Mitbewerber schon 4K-Bildschirme verbauen, blieb Huawei stoisch bei Full HD+. Für das anstehende Huawei Mate 20 Pro scheint der ambitionierte Konzern mit dieser eisernen Regel aber zu brechen.

Huawei Mate 20 Pro: UAP enthüllt Displayauflösung

Das legen User Agent Profile (UAProf) nahe, die jetzt für das neue Top-Smartphone aufgetaucht sind. Dort ist ein Huawei-Smartphone vermerkt, das eine Displayauflösung von 3.120 x 1.440 Pixeln besitzt. Ein Handy mit einer derart hohen Auflösung hat Huawei bisher nicht im Angebot, weshalb jetzt spekuliert wird, dass es sich um das Mate 20 Pro handeln könnte. Damit würde die Mate-Serie einen gewaltigen Sprung machen. Zum Vergleich: Das Mate 10 Pro aus dem vergangenen Jahr hatte ein 6-Zoll-Display mit einer Auflösung von 2.160 x. 1.090 Pixeln an Bord.

Neben dem Pro-Modell wurde auch das UAProf der regulären Version des Mate 20 entdeckt. Hier bleibt sich Huawei aber offenbar treu: Die Auflösung liegt 2.244 x 1.080 Pixeln.

Wie das Huawei Mate 20 aussehen könnte, seht ihr hier:

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Komisch und aufregend zugleich: So sieht das Huawei Mate 20 aus

Huawei Mate 20 Pro: Warum das Top-Smartphone eine höhere Auflösung besitzt

Weshalb Huawei ausgerechnet beim Mate 20 Pro eine 180-Grad-Wende vollzieht, ist noch unklar. Das vielfach vorgetragene Argument, dass Auflösungen über Full HD in der Alltagsnutzung keine spürbaren Vorteile bieten, dafür aber deutlich den Akku belasten, steht noch immer im Raum. Womöglich dachte sich Huawei aber, dass eine Full-HD-Auflösung bei der kolportierten Displaydiagonale des Mate 20 Pro von 6,9 Zoll aber einfach zu gering sei. Der gesteigerte Energieverbrauch durch die höhere Auflösung könnte außerdem durch den effizienteren Kirin-980-Prozessor aufgefangen werden.

Es bleibt zu hoffen, dass Huawei genügend Asse und Tricks im Ärmel hat, damit das Mate 20 Pro an die hervorragenden Akkulaufzeiten anknüpfen kann, die der Vorgänger im Test des Huawei Mate 10 Pro vorweisen konnte. Was sagt ihr zu dem Schritt?

Quelle: UAProf (2), via PhoneArena
Hinweis: Artikelbild zeigt das Huawei Nova 3

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