Kampfansage an Apple: Dieses Huawei-Handy soll das iPhone XS in seiner Paradedisziplin schlagen

Kaan Gürayer 5

Huawei nimmt das iPhone XS ins Visier: Mit dem neuen Mate 20 Pro möchte der chinesische Smartphone-Fabrikant das Apple-Handy ausgerechnet in seiner Paradedisziplin schlagen. Drei Jahre Forschungsarbeit sollen sich in wenigen Wochen bereits auszahlen. 

Auch wenn das Original-iPhone bahnbrechend war: In den vergangenen zehn Jahren ist die Android-Konkurrenz in so gut wie jeder Hinsicht am Kult-Smartphone aus Cupertino vorbeigezogen – bis auf einer: dem Prozessor. Apples A-Chips stellen weiterhin das Maß der Dinge im Prozessormarkt dar. Selbst der neue Snapdragon 855 von Qualcomm kann es Benchmarks zufolge nicht einmal mit dem A11 Bionic aus dem vorherigen Jahr aufnehmen. Vom aktuellen A12 Bionic, der im iPhone XS sein Debüt feierte, ganz zu schweigen. Ein Mitbewerber lässt Apples aktuelle Dominanz in der Chiptechnik aber kalt: Huawei.

Huawei sicher: Kirin 980 im Mate 20 (Pro) schlägt A12 Bionic

Im Gegensatz zu vielen anderen Android-Herstellern fertigt der chinesische Konzern seine eigenen Prozessoren und mit dem unlängst vorgestellten Kirin 980 hat Huawei offenbar Großes vor. Auf einem Event in Dubai gab sich Huawei optimistisch, dass der Kirin 980 Apples A12 Bionic schlagen könne. Laut eigenen Angaben habe Huawei drei Jahre an diesem Chip gearbeitet, bevor der Prozessor in wenigen Wochen im Mate 20 (Pro) das Licht der Welt erblickt.

Der im 7-Nanometer-Verfahren gefertigte Chip soll einen besonderen Fokus auf Leistung, Energieeffizienz, Intelligenz und Konnektivität legen. Insgesamt 6,9 Milliarden Transistoren, so Huawei, verrichten im Kirin 980 ihre Arbeit – exakt genau so viele wie im A12 Bionic von Apple. Im Vergleich zur vorherigen Generation soll die CPU-Leistung der Recheneinheit 75 Prozent höher ausfallen. Die Grafikleistung möchte Huawei um 46 Prozent gesteigert haben. Sollten die Angaben korrekt sein, dürften das Mate 20 Pro und das reguläre Mate 20, die beide über den Chip verfügen sollen, echte Performance-Raketen werden.

Wie sich das aktuelle Huawei-Flaggschiff P20 Pro im Kamera-Duell schlägt, seht ihr hier:

Kameravergleich September 2018.

Huawei Mate 20 (Pro): Kirin 980 sorgt für geringeren Akkuverbrauch

Bei all der Leistung hat Huawei aber auch den Akkuverbrauch gedacht. Während der CPU-Nutzung soll der Kirin 980 eine 57 Prozent bessere Energieeffizienz aufweisen, bei der GPU-Verwendung wurde die Energieeffizienz sogar um 178 Prozent verbessert. Die sogenannte Neural Processing Unit (NPU) hat ebenfalls ein Update erhalten und soll jetzt unter anderem 4.500 Bilder pro Minute erkennen sowie intelligent einschätzen können, wann das Smartphone mehr Power benötigt und wann eher eine geringe Leistung nötig ist, um den Akkuverbrauch zu senken. Abgerundet wird das Ganze von LTE Cat.21 und Download-Raten von bis zu 1.4 GBit/s.

Neben dem Mate 20 (Pro) stehen uns noch diese Android-Smartphones ins Haus:

Bilderstrecke starten(7 Bilder)
Mate 20 Pro, OnePlus 6T und Co: Diese Android-Smartphones versprechen einen heißen Herbst

Auf dem Papier lesen sich die Werte des Kirin 980 beachtlich. Inwieweit der neue Huawei-Prozessor wirklich den A12 Bionic schlagen kann, werden wir nach der Vorstellung des Huawei Mate 20 (Pro) sehen. Das neue Huawei-Smartphone wird am 16. Oktober in London vorgestellt – inklusive neuer Kamerafeatures und genialer AirPods-Konkurrenten. Huawei scheint einen Narren an Apple gefressen zu haben.

Quelle: TechRadar

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung