Huawei Mate S im Akku-Check: Sind 2.700 mAh genug für den Alltag?

Amir Tamannai 12

Bei seiner Vorstellung im September 2015 in Berlin preiste Huawei-CEO Richard Yu unter anderem den Akku im neuen Vorzeige-Smartphones des chinesischen Herstellers an: Dank einer stufenförmigen Bauweise konnte man 2.700 mAh in dem flachen Phablet unterbringen, die das 5,5 Zoll-Full HD-Display und den Kirin 930-Chipsatz locker über den Tag bringen sollen. Und weil das Mate S eine Schnellladefunktion hat, kann der Akku, wenn er denn am Ende des Tages zur Neige geht, in der Theorie auch besonders schnell wieder aufgeladen werden. Wir haben die Versprechungen von Huawei in den vergangenen Tagen auf verschiedenen Testgeräten des Mate S ausprobiert und teilen im Folgenden unsere Erfahrungen zum Akku mit euch.

Huawei Mate S im Akku-Check: Sind 2.700 mAh genug für den Alltag?

Brechen wir das mal auf die reinen Spezifikationen herunter: 2.700 mAh sind nicht wahnsinnig viel – und ein 5,5 Zoll-Display nicht unbedingt energiesparend. Auf dem Papier also verspricht das Mate S nicht unbedingt, ein Dauerläufer zu sein — zumal sich Konkurrenzgeräte wie beispielsweise das Samsung Galaxy S6 mit seinem 2.550 mAh-Akku und merklich kleinerem Screen zuletzt alle andere als ausdauernd präsentiert haben. Und dennoch, das Huawei Mate S macht es tatsächlich besser.

Alle Spezifikationen und Infos zum Huawei Mate S

Der Akku des Huawei Mate S: locker über den Tag

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Typischer Akkuverbrauch im Tagesverlauf mit dem Huawei Mate S

In der GIGA ANDROID-Redaktion werden derzeit sage und schreibe drei Testgeräte des Mate S im Alltagsbetrieb genutzt. Das heißt viel Nutzung, viel Screen-On-Zeit, viel Apps ausprobieren. Aber auch hauptsächlich Aufenthalt in einem WLAN mit gelegentlichen Unterbrechungen beim Pausengang respektive auf den Pendelstrecken zwischen Redaktion und den Orten, an denen sich GIGA ANDROID-Redakteure nach Feierabend und vor Arbeitsbeginn so rumdrücken. Alle drei Benutzer der Testgeräte bescheinigen dem Mate S einhellig Akkulaufzeiten, die problemlos vom Aufstehen gegen 7:00 Uhr oder 8:00 Uhr morgend bis zum Bettgang um etwa Mitternacht reichen – mit verbleibendem Kapazitätspolster von 10 bis 20 Prozentpunkten. Das bedeutet im Klartext, dass der 2.700 mAh-Akku des 5,5 Zollers bei normaler Nutzung problemlos 16 bis 18 Stunden durchhält – ein sehr ordentlicher Wert.

Das Huawei Mate S im Test

Huawei Mate S: Test.

Die Schnellladefunktion des Mate S: nicht rasend schnell, aber flott

Nein, das Mate S setzt ob des verbauten Kirin-Chipsatzes nicht auf Quick Charging von Qualcomm und natürlich auch nicht auf die Samsung-eigene Technologie, die in den Galaxy-Modellen zum Einsatz kommt. Huawei hat hier ein eigenes System aufgesetzt, das gemeinsam mit dem mitgelieferten Netzteil rund 1 Prozent Kapazität pro Minute in das Geräte zurückschiebt. Das Mate S kann also in etwas mehr als anderthalb Stunden komplett geladen werden, in etwas weniger als einer Stunde erhält der Nutzer zumindest die Hälfte der Gesamtladung zurück in den 5,5 Zoller. In Kombination mit der an sich schon reichlichen Laufleistung des Smartphones sind auch das gute Ergebnisse, die Intensiv- und Dauernutzern durchaus entgegenkommen.

Huawei ist es also tatsächlich gelungen, ein Phablet zu bauen, das schlank ist, nominell nicht über den größten Akku in dieser Geräteklasse verfügt, aber dennoch mit sehr guten Ausdauerwerten überzeugt.

Dieser Artikel ist Teil einer Zusammenarbeit zwischen GIGA und Huawei, in der wir verschiedene Aspekte des Mate S und der Huawei Watch redaktionell beleuchten.

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