iOcean X7 youth im Test: Was kann das günstige Smartphone wirklich? (+ Deal)

Kamal Nicholas

In der vergangenen Woche haben wir ein Exemplar des günstigen Full HD-Smartphone namens iOcean X7 youth zum Test erhalten, nun hatte ich ein wenig Zeit, mich mit dem Gerät auseinander zu setzen.

Das iOcean X7 youth ist das, was man gemein als „China-Phone“ bezeichnet, da es solche Geräte bei uns zwar auch gibt, diese vor allem aber eher auf dem chinesischen Markt geläufig sind. Eine weitere Eigenschaft, die solche „No Name“-Produkte haben ist, dass sie normalerweise ziemlich günstig zu haben sind. Im Falle des iOcean X7 youth bedeutet das weniger als 250 Euro. Natürlich gibt es in dieser Preisklasse auch bei uns viele Geräte zur Auswahl, allerdings gehören diese aufgrund ihres technischen Innenlebens vor allem zum Mittelsegment.

Hier verspricht das iOcean X7 youth wesentlich mehr, denn die technischen Spezifikationen lesen sich eher wie die der teuren Highend-Modelle der Konkurrenz: Quad-Core Prozessor, Full-HD-Display, 1 GB RAM sind da nur die Eckdaten, die das iOcean X7 youth wie ein unglaubliches Schnäppchen aussehen lassen. Aber hält das Android-Smartphone in der Praxis auch wirklich was es verspricht? Die Antwort erfahrt ihr natürlich im folgenden Testbericht.

iOcean X7 youth: Technische Spezifikationen

  • Display: 5 Zoll Full HD IPS mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln
  • Prozessor: 1,2 GHz Quad Core (MediaTek MT6589)
  • Arbeitsspeicher: 1 GB RAM
  • Interner Speicher: 4 GB, erweiterbar mittels microSD (max. 32 GB)
  • SIM: Dual-SIM (2 Slots, 1 x normale SIM und 1x microSIM)
  • Akku: 2.000 mAh
  • Hauptkamera: 8 MP
  • Frontkamera: 2 MP
  • Betriebssystem: Android 4.2.1
  • Maße: 141 x 69 x 8,9 mm
  • Gewicht: 150 g

Erster Eindruck, Design und Verarbeitung

Ich muss sagen, dass mein erster Eindruck vom iOcean X7 youth ein durchaus guter war. Natürlich darf man nicht zu viel erwarten, denn bei einem Preis von gerade einmal 250 Euro (und teilweise noch günstiger) kostet das Android-Smartphone gerade einmal die Hälfte der gegenwärtigen Flaggschiffe von Samsung, HTC & Co. Dennoch ist die Qualität und Verarbeitung auf jeden Fall in Ordnung. Vor allem, dass hier auf eine matte Oberfläche der Abdeckung gesetzt wurde, gefällt mir sehr gut, da man dadurch weniger Fett- und Schmierflecken sieht. Auch der Power- und Volume-Button sind gut eingearbeitet, gleiches gilt für die Aussparungen für Kopfhörer, microSD-Kabel und Lautsprecher. Mehr gibt es hier in unserem Unboxing-Video zu sehen.

iOcean X7 youth: Unboxing.

An der Seite des Displays sieht man (in der Bildergalerie), dass bei dessen Verarbeitung ein wenig „geschludert“ wurde, wodurch am unteren Rand des Bildschirms bei schräger Betrachtung ein wenig Licht durchschimmert, wo eigentlich keines sein sollte. Das ist allerdings eine Sache, die beim normalen Nutzen des iOcean X7 nicht auffällt und deshalb auch nicht weiter stört.

Wie bei den meisten Android-Smartphones lässt sich beim iOcean X7 die hintere Abdeckung leicht entfernen, um so an den Akku, den microSD-Slot und die Steckplätze für die SIM-Karten zu gelangen. Wirklich gut finde ich, dass es sowohl einen normalen als auch einen microSIM-Steckplatz gibt, es ist also egal, was für eine SIM-Karte ihr habt (außer es handelt sich dabei um eine nanoSIM-Karte).

Außerdem gefällt mir gut, dass das iOcean X7 neben dem Knopf zum Einschalten und dem für die Lautstärke keine weiteren Hardware-Buttons besitzt und die Konstruktion damit der des Nexus 4 ähnelt. Dadurch wird die Vorderseite meines Erachtens optisch stark aufgewertet.

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Leistung

Ausgestattet ist das iOcean X7 wie bereits erwähnt mit einem Quad-Core Prozessor, der mit 1,2 GHz getaktet ist. Nun klingt das natürlich richtig gut, denn Quad-Core ist immerhin ja auch genau das, was man in den derzeitigen Flaggschiffen wie dem Galaxy S4, dem HTC One oder dem Xperia Z findet. Aber Quad-Core ist nicht gleich Quad-Core, zudem ist es sehr wichtig, wie gut das bestehende System und die eingebaute Hardware aufeinander abgestimmt wurden. Leider sieht das Ergebnis beim iOcean X7 nicht immer rosig aus, denn obwohl die Leistung vielversprechend klingt, ist der Betrieb des Gerätes oftmals nicht so flüssig, wie man das erwarten könnte. Mehr dazu aber später. Hier zunächst die theoretischen Werte, die anhand der Benchmarktests Antutu und Quadrant erreicht wurden und die zumindest einen gute Relation zu anderen Android-Smartphones schaffen:

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Wie aus den in der Bildergalerie zu sehenden Benchmark-Ergebnissen zu sehen ist, schneidet das iOcean X7 lange nicht so gut ab wie die Highend-Geräte der Konkurrenz. Dennoch lassen sich auch einige grafisch aufwändige Spiele ziemlich gut spielen (z.B. Shadowgun). Ich habe auch versucht, Iron Man auf dem iOcean X7 zu spielen, aber dies war leider aufgrund der massiven Verzögerungen und des heftigen Ruckelns unmöglich. Dazu muss aber auch gesagt werden, dass das Spiel selbst das HTC One ziemlich beansprucht und das Problem hier vielleicht auch beim Entwickler des Spiels gesucht werden sollte. Insgesamt kann man also sagen, dass das iOcean X7 zum mobilen Zocken durchaus etwas taugt, allerdings mit ein paar Abstrichen.

Display

Das Display dürfte beim iOcean X7 wahrscheinlich eines der größten Verkaufsargumente sein. 5 Zoll groß und dazu eine Full HD-Auflösung, das ist definitiv eine Kombination, die man ansonsten nur in teuren Highend-Geräten findet. Und auch wenn ich vorher skeptisch war muss ich sagen, dass sich das Display auch in der Praxis wirklich sehr gut schlägt. Die Farben sind kräftig, dazu kommen sehr gute Kontraste. Gerade Leute, die sich mal den ein oder anderen Film oder Bilder anschauen wollen, werden ihre Freude an diesem Display haben.

Was bei günstigeren Tablets/Smartphones oft am Display auffällt ist, dass bei diesen bei einem bestimmten Betrachtungswinkel ein Raster sichtbar wird. Auch beim iOcean X7 ist das der Fall, allerdings so dezent, dass man schon ganz genau hinschauen muss und dazu das Licht auch richtig auf das Display fallen muss. Für den normalen Betrieb ist das aber nicht störend, sollte in diesem Testbericht aber zumindest kurz erwähnt werden.

Software

Beim iOcean X7 heißt die Devise: reines Android (4.2.1/Jelly Bean). Es gibt ein paar zusätzliche Features, die Google mit dem eigenen mobilen Betriebssystem nicht ausliefert (z.B. für die Kamera und für die Audio-Einstellungen), ansonsten findet man hier aber keinerlei Veränderungen der Benutzeroberfläche oder vorinstallierte (und nicht einfach zu deinstallierende) Bloatware.

Etwas problematisch finde ich allerdings den geringen internen Speicher von nur 4 GB. Gerade bei einem Gerät mit einem solch großen Display und einem versprochenen leistungsfähigen Prozessor wird man größere Daten (Fotos, Videos) haben und Apps installieren, die mehr Platz verbrauchen. So muss man also schnell zu einer zusätzlichen SD-Karte greifen. Auch hier ist es dann aber nicht immer ganz unkompliziert, etwa wenn man mehrere große Apps installieren will, diese aber zunächst auf den internen Speicher abgelegt werden müssen. Eine Alternative wäre hier die „Elite“-Variante des X7, die mit 32 GB internem Speicher ausgestattet ist und auch ansonsten noch ein paar besser technische Details präsentieren kann.

Das Problem: Software und Hardware wirken an vielen Stellen so, als seien sie einfach nicht wirklich aufeinander abgestimmt worden. Ruckelnde Übergänge, unnötig lange Ladezeiten bei Bildschirm- oder Programmwechsel, gelegentliche Abstürze und nicht nachvollziehbare Systemfehler machen den Umgang mit dem iOcean X7 youth nicht immer angenehm. Ganz interessant waren auch folgender Fehler, bei dem das iOcean X7 in eine Art Fehler-Schlaufe geriet und nur mittels Neustart zur Ruhe gebracht werden konnte:

iOcean X7: Schluckauf.

Leider ist das damit auch die größte Schwäche des iOcean X7, denn ein Smartphone ist natürlich nur so gut, wie sein Betriebssystem. Wenn der Betrieb nicht einwandfrei läuft, ist es leider egal, ob da nun 1 GB RAM und ein Quad-Core Prozessor eingebaut sind oder weniger gut klingende technische Spielereien. Teilweise läuft das Gerät durchaus auch rund, zuverlässig ist aber etwas anderes. Natürlich machen auch andere Android-Smartphones immer mal wieder solche Schwierigkeiten, beim iOcean X7 ist mir das aber doch sehr deutlich aufgefallen.

Wesentlich positiver ist dagegen, dass das iOcean X7 von Haus aus gerootet ist (zu erkennen an der Superuser-App). Damit steht es euch also offen, sofort mit der Installation von Custom ROMs zu starten, die dann vielleicht sogar etwas stabiler und besser auf dem Smartphone laufen.

Kamera

Natürlich hat das iOcean X7 auch eine eingebaute Kamera. Diese ist mit 8 MP ausgestattet, interessanterweise kann man im Menü der Kamera aber auch eine Auflösung von 12 MP auswählen. Auch beim Betrieb der Kamera muss man mit ein paar Einschränkungen zurechtkommen, sollte man sich das Teil zulegen. Ein unschöner Rolling Shutter Effekt (der auch schon beim schnellen Schwenken des Displays zu sehen ist), lange Anpassungszeiten bei sich schnell verändernden Lichtverhältnisse, langsame Schärfeeinstellungen und mehr machen das Fotografieren mit dem iOcean X7 hin und wieder zu einer echten Herausforderung. Die Ergebnisse können leider auch nicht immer ganz überzeugen. Bei guten Lichtverhältnissen sind die Fotos auf jeden Fall sehr gut, sobald das Licht aber nicht mehr ganz optimal ist, werden die Ergebnisse schnell milchig, körnig, blass und unscharf.

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Wie bereits oben erwähnt, ist die Kamera mit einigen interessanten Features ausgestattet: So lassen sich neben Panorama-Aufnahmen auch Bildaufnahmen aus mehreren Winkeln machen (z.B. für Produktfotografie). Daneben gibt es die Möglichkeit, die Anzahl an Serienbildern einzustellen (40 oder 99 Bilder) und einiges mehr.

Akku

Saft bekommt das iOcean X7 von einem 2.000 mAh starken Akku. Das genügt bei normalen Betrieb (gelegentliches E-Mail-Lesen, ein bisschen Zocken, ein bisschen im Internet surfen, Telefonieren und SMS/WhatsApp schreiben) für etwa 1 1/2 Tage, ist also so wie bei eigentlich allen anderen Smartphones mit Display über 4 Zoll.

Fazit

Wenn man das Preis-/Leistungs-Verhältnis des iOcean X7 in Betracht zieht, ist das Smartphone ein solides Stück Technik. Die Stärken liegen vor allem im Display und im Design des Gerätes, der Quad-Core Prozessor macht bei einigen Dingen auch problemlos mit, solange auch die Software mitspielt. Diese ist wie bereits erwähnt leider die große Schwachstelle beim iOcean X7 und sorgt teilweise für eine Einschränkung der Freude an und mit dem Gerät. Wer aber nicht auf ein Full HD-Display verzichten will, dafür aber nicht zu tief in die Tasche greifen möchte und wer gerne zwei SIM-Kartenfächer hätte, bekommt mit dem iOcean ein durchaus interessantes Smartphone zur Hand. Was man nicht erwarten darf ist ein Highend-Gerät, das auf Augenhöhe mit dem Galaxy S4, dem HTC One, dem Xperia Z und anderen aktuellen Flaggschiff-Smartphones ist, auch wenn die technischen Spezifikationen dies vielleicht implizieren.

Der Deal

Falls ihr euch das Gerät zulegen möchtet, schaut doch mal bei unserm Haus- und Hof-Sponsor AndroidFiguren.de vorbei, dort findet ihr das Android-Smartphone Sortiment. Und für alle, die sich bis zum 18.06.2013 für das Gerät entscheiden sollte, erhält kostenlos noch ein schickes Cover dazu, das sonst eigentlich 12,14 Euro kostet.

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Was müsst ihr dazu tun? Ganz einfach:

  • Wer das iOcean X7 youth bestellt und das Cover haben will, muss zunächst beide Produkte mit dem „normalen“ Preis in den Warenkorb legen
  • Beim Bestellprozess kann dann der folgende Gutscheincode angegeben werden: S95XDQV32LUMLVCIF1U3VUV8
  • Der Warenwert für das Cover wird dann abgezogen
  • Sollte es zu Problemen kommen, oder Fragen auftreten, einfach eine Mail an: info AndroidFiguren.de

Androidfiguren

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