Liebe Smartphone-Hersteller, spart euch bitte das Netzteil – für Umwelt und Profit

Sven Kaulfuss

Eigentlich eine erfreuliche Nachricht: Apple legt den kommenden iPhones das lang gewünschte Schnellladegerät mit bei – so die News-Meldung auf GIGA. Andererseits bei genauer Betrachtung, gehören Smartphone-Netzteile schon lange nicht mehr in die Verkaufsbox. Warum dies so sein sollte, verrate ich euch heute in meiner Wochenend-Kolumne.

Liebe Smartphone-Hersteller, spart euch bitte das Netzteil – für Umwelt und Profit
Bildquelle: GIGA.

Fleißaufgabe für den heutigen Sonntag: Zählt mal bitte alle USB-Netzteile die sich mittlerweile bei euch zu Hause ansammeln und wie viele ihr davon tatsächlich (noch) nutzt. Ich habe aufgehört zu zählen, wirklich verwenden tue ich nur eine einziges und dieses hab ich mir sogar noch extra gekauft. Ein – lädt schnell und ich kann mit einem einzigen Gerät bequem alles mit Strom betanken. Mein iPhone, mein Android-Spielzeug“, das iPad, die Powerbank, den Kindle etc.

Sorgt wieder etwas für mehr Bewegung bei Kabeln und Netzteilen – USB Typ C erklärt im Video:

USB Typ C: Stecker und Standards einfach erklärt.

Netzteile der Smartphones: Ruhen ungenutzt in der Box

Die mitgelieferten Netzteile mit einem einzigen USB-Port hingegen schlummern noch ungenutzt in den Verkaufsverpackungen dahin. Sie träumen davon eines Tages zum Einsatz zu kommen – diese hoffnungslosen Fantasten. Im Grunde hätten sich die Hersteller die Produktion der nutzlosen Stromspender und damit auch wertvolle, endliche Ressourcen sparen können.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern, zur Diskussion aufrufen und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

USB-Netzteile in Zukunft bitte nur optional

Mittlerweile könnten und sollten die Smartphone-Hersteller auf die standardmäßige Beilegung von USB-Netzteilen verzichten. Die Umwelt dürfte sich bedanken und wer als Hersteller (sinnvolle) Netzteile mit Mehrfach-Ports separat verkauft, der macht am Ende sogar noch mehr Profit. Alle gewinnen:

  • Die Umwelt: Ressourcen und Energie werden geschont.
  • Der Kunde: Er muss den „Netzteil-Müll“ nicht zu Hause sammeln und später entsorgen.
  • Der Hersteller: Durch geschickte Vermarktung und sinnvolle, separate Netzteile macht der am Ende noch mehr Profit.

Wir wissen nicht, ob das neue iPhone so aussehen wird, ihm beiliegen wird aber wohl ein USB-C-Schnellladegerät:

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iPhone 2019: Hey Apple, macht diesen Traum vom Smartphone wahr!

USB-Netzteile mit mehreren Ports auf Amazon *

Früher hat etwas in der Art doch auch schon funktioniert. Wer einen Drucker kaufte, der wusste, das passende Centronics-Kabel lag nicht bei. War es das Erstgerät musste man sich ein passendes Kabel besorgen, andernfalls nutzte man die bereits vorhandene Strippe. Eigentlich ziemlich nachhaltig und der Zeit voraus, dieser Gedanke – rückblickend betrachtet. Aktuell geht beispielsweise Amazon mit gutem Beispiel voran, dem Kindle E-Book-Reader liegt schon jetzt nur ein Micro-USB-Kabel bei, das Netzteil spart man sich und der Umwelt.

Schönen Sonntag noch und weiterhin viel Spaß beim „Netzteilzählen“.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.

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