iPhone 3GS: Review eines Verkaufsstarts

Ben Miller 20

smoooooth
Wo vor zwei Jahren das iPhone Original (iPhone 2G) zum Verkaufsstart bei T-Mobile Deutschland noch knapp 10.000 mal bzw. letztes Jahr das iPhone 3G gerundete 15.000 mal über die deutschen Ladentheken wanderte, konnten zum Start des 3GS 18.000 Geräte an den Mann bzw. die Frau gebracht werden. Man muss aber bedenken, dass noch viele Kunden der deutschen T-Mobile und auch anderen offizielle iPhone Providern derzeit noch mitten in ihren iPhone 3G Verträgen feststecken. Insgesamt wurden in den ersten 3 Tagen, in den ersten 8 Ländern in denen das iPhone 3GS angeboten wurde, dieses insgesamt 1 Million Mal verkauft. Zum Vergleich: Am iPhone 3G-Startwochenende wurden ebenfalls eine Million Devices abgesetzt, jedoch in 22 Ländern. Die Downloadzahlen zur Firmware 3.0 wurden von Apple mit 6.000.000 beziffert wobei hier nicht zwischen iPhone 2G, iPhone 3G, iPod touch 1G und iPod touch 2G unterschieden wurde. AT&T, offizieller iPhone Provider in den U.S.A., dürfte den eigentlich vorhersehbaren Ansturm auf die neue iPhone Generation wohl unterschätzt haben. Viele AT&T User können wohl aufgrund des Activation-Wahnsinns ihr neues iPhone 3GS immernoch nicht aktivieren und dementsprechend nicht als iPhone oder wenigstens iPod touch verwenden - teilweise 4 Tage nach Erwerb des Gerätes. Dieses Problem dürfte den Ursprung bei der Kommunikation zwischen AT&T und den Apple-Activation-Servern haben.

Apple reagierte auf diese Problematik und spendierte jedem betroffenen AT&T Kunden einen USD 30,- iTunes Gutschein als kleine Wiedergutmachung.

Push Notifications
Doch nicht nur AT&T kämpft mit Serverproblemen, wohl auch Apple selbst. Der Push Notification Service ist zwar bereits online, doch Apps die diesen auch unterstützen bzw. anwenden, werden, bis auf wenige Ausnahmen, momentan von Apple in einer Warteschlange gereit.

Angeblich, so Spekulationen, befürchte Apple, dass die PNS-Server ebenso einknicken wie teilweise die Activation Server.

Push Notifications sind von der Datengröße her nicht besonders groß, eigentlich sogar winzig klein - nur wenige Bytes je nach Art der Push Notification. Also z.B. ob ein Sound getriggert (welcher sich aber bereits im App selbst befindet), ein sogenannten Badge angezeigt (kleines, rotes Icon) oder ein Text dargestellt wird.

Doch Kleinvieh - multipliziert mit derzeit mindestens 6.000.000 Firmware 3.0 Devices, wenn nicht mehr - macht auch Mist. Und im Idealfall sollen diese Push Notifications auch noch in Echtzeit bearbeitet werden. Push Notifications sind also im Frontend sehr resourcenschonend, im Backend dafür umso so resourcenlastiger.

Apple Server
Dies dürfte wohl mit ein Grund sein warum Apple grob geschätzt EINE MILLIARDE US DOLLAR, verteilt auf die kommenden 9 Jahre, in eine neue Serverfarm in North Carolina investiert. Zum Vergleich: Microsoft bzw. Google investieren in ihre größten Serverfarmen jeweils knapp die Hälfte.

Über 100 Vollzeittechniker sollen diese überdimensionale Serverfarm betreuen. Dazu kommen noch gute 250 Arbeitsplätze im Bereich Wartung, Landschaftspflege und Sicherheit.

Noch ist dieses riesige Rechenzentrum in der Planungsphase. Doch spätestens in 1-2 Jahren dürfte Push Notifications ohne Einschränkung verfügbar sein. #sarkasmus.

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