Video Editing: Die besten Apps für iPhone 3GS und iPhone 4 im Test

Ben Miller 8

Video Editing Applikationen im Test
Wo mit dem iPhone 3GS erstmal offiziell die Videoaufnahme-Funktion mit VGA-Auflösung Einzug hielt wartet das iPhone 4 schon mit LED-Licht und HD 720p Video auf. Und damit aus den eigenen Videos auch annehmbare Filmchen werden finden sich im App Store einige erwähnenswerte Videoschnitt-Applikationen. Eine Hand voll haben wir für euch getestet.

Video Edit

Video Edit ist nicht nur die Einfachste, da minimalste App in dieser Gruppe, sondern auch die Günstigste. Der Funktionsumfang ist für diesen Preis nicht überraschend. Wer aber einfach und dementsprechend simpel auf die Schnelle 1-2 Videos zusammenschneiden möchte kann dies mit Video Edit.

Das User Interface ist sehr übersichtlich und bemächtigt sich der IOS-eigenen Schnittfunktion.

Vorteile:

  • Simpel und einfach
  • iOS-eigenes Schnittinterface (im Vergleich zu folgender App kann dies ein Vorteil sein)
  • Speichert direkt in die Fotos Applikation
  • Projekte können gespeichert werden

Nachteile:

  • Keine Foto-Unterstützung
  • Keine Videoübergänge
  • Keine Bildeffekte
  • Keine Inserts
  • Keine Hintergrundmusik
  • Keine Musik
  • Keine iPod-Integration
  • Keine seperate Tonspur
  • Keine Tonspurbearbeitung
  • Videos müssen gerendert werden
  • Nicht für Retina Display optimiert
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.


1stVideo

Eine Preisklasse höher schneidet man seine Videos mit der App „1stVideo – Consumer Edition“. Neben dieser Version steht für Journalisten mit entsprechendem Backend noch die „Networks Edition“ und mit 1stVideo U für EUR 39,99 eine Version für Lehrende zur Verfügung. Wir konzentrieren uns auf die „Consumer Edition“.

Im Vergleich zu Video Edit ist diese Applikation ungleich unübersichtlicher und komplizierter, bietet dafür aber mehr Funktionen. Mit 1stVideo wird Videoschnitt sprichwörtlich zum Abenteuer.

Vorteile:

  • Foto-Slideshows möglich
  • ausgefeiltes Audio-Editing
  • seperat bearbeitbare Tonspur
  • genauerer Videoschnitt als mit Standard-Funktion
  • Inserts möglich
  • Projekt kann als Video oder reine Tonspur gespeichert werden
  • Kann iPhone Klingeltöne erstellen welche aber manuell über iTunes installiert werden müssen
  • Projekte können gespeichert werden

Nachteile:

  • kompliziertes Userinterface
  • kann Videos nicht mit Fotos mischen
  • keine iPod-Integration
  • Projekt muss im Vergleich länger gerendert werden um gespeichert werden zu können
  • Keine Videoeffekte
  • Keine Übergangseffekte
  • Videos werden nicht in Fotos App gespeichert, müssen über den integrierten Webserver per Browser auf den Computer kopiert werden
  • wandelt 16:9 Videos in 4:3 um = schwarze Balken oben und unten.
  • mindere Videoqualität
  • Nicht für Retina Display optimiert
  • verkomplizierter Videoschnitt
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.


iMovie

Apples Videoschnitt-App iMovie ist exklusiv für das iPhone 4 verfügbar und wartet neben ReelDirector als einzige mit Support für HD-Video auf. Zwar können alle Apps auch mit HD-Videos gefüttert werden, die Ergebnisse von 1stVideo und Video Edit sind jedoch mit maximal 640×480 Pixeln nicht hochauflösend.

Mit sehr vielen Features wartet die iMovie App nicht auf, dafür sind Funktionen ansich solide und einfach zu handhaben.

Vorteile:

  • schönes, übersichtliches User Interface
  • leicht zu bedienen
  • kein Rendering notwendig
  • kann Fotos und Videos mischen
  • annehmbarer Funktionsumfang
    • Ken Burns Effekt für Fotos
  • iPod-Integration
  • Hintergrundmusik
  • automatische Lautstärkeregelung
  • (minimal) editierbare Tonspur
  • Tonspur der jeweiligen Clips deaktivierbar
  • Text Inserts
  • 5 vorgefertigte „Themes“
  • 5 vorgefertigte Theme-Songs
  • automatisches „Geotagging“
  • Projekte können gespeichert werden
  • Speichert direkt in die Fotos App
  • Speichert Videos auf Wunsch auch in HD 720p
  • Kann Videos mit Youtube, MMS und Email teilen
  • Videopreview ohne Rendering
  • Videos können in die Fotos App gespeichert werden
  • Videos können per Email und Youtube geteilt werden.
  • Unterstützt Multitasking in iOS 4

Nachteile:

  • Nicht viele Videoübergänge
  • Nicht viele Videoeffekte, nur Fixe in Themes
  • Audiospur nur minimal editierbar
  • Text-Inserts nur minimal editierbar
iMovie
Entwickler:
Preis: Kostenlos


ReelDirector

Das unserer Meinung nach beste App in diesem Vergleich war zugleich das erste Videoschnitt-App im App Store. Auf diese Erfahrung greift ReelDirector natürlich zurück und bietet das beste Gesamtpaket mit den meisten Funktionen kombiniert mit einfacher Bedienbarkeit.

Vorteile:

  • Großer Funktionsumfang
  • dafür aber gut bedienbar und übersichtlich
  • iPod-Integration
  • seperate Audio-Aufnahme (Voice over)
  • kann Fotos und Videos mischen
  • reine Foto-Slideshow möglich
  • viele Bildübergänge
  • einige Videoeffekte
    • Ken Burns Effekt für Videos und Fotos
    • Videos können gedreht werden
  • Videos können auch geteilt (gesplittet) werden
  • sehr präziser Videoschnitt möglich
  • schöne Text-Inserts möglich
    • zahlreiche Positionen
    • große Auswahl an Schriftarten
  • seperate Tonspur-Bearbeitung möglich (auch Stereo, links, rechts, mono)
  • seperate Tonspur für Musik/Hintergrundmusik
  • iTunes File Sharing
  • Fotos, Videos und Musik können zusätzlich auch per WiFi in die App geladen werden
  • wählbare Videokomprimierung
  • Videopreview ohne Rendering
  • speichert Videos auch in HD
  • Unterstützt Multitasking in iOS 4
  • Unversal App (bringt eigenes User-Interface für das iPad mit!)
  • der Preis von EUR 2,99

Nachteile:

  • Videos müssen gerendert werden
  • keine Videoeffekte für einzelne Clips
Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.


Fazit

Für ambitionierte User die aus ihren Videoclips wirklich das Meiste machen wollen führt im Moment nichts an ReelDirector vorbei. iMovie bietet zwar weniger aber dafür solide Features. 1stVideo empfiehlt sich nur unterforderten Videokünstlern – aber nicht für den Preis von EUR 7,99.

Video Edit ist zwar auch solide, aber mager im Umfang und im Vergleich mit ReelDirector zu teuer wenn man bedenkt, dass man für 60 Cent mehr ReelDirector für EUR 2,99 bekommt und diese Universal App das Retina-Display, Multitasking und HD-Videos unterstützt.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* gesponsorter Link