Apple iPhone 5: Keine Gefahr für Android

Daniel Kuhn 50

Es ist jedes Jahr das gleiche Spiel: Apple stellt ein neues Smartphone vor und die ganze Welt schaut gespannt zu. Gestern war es wieder einmal so weit, in San Francisco wurde das iPhone 5 vorgestellt. Da wir natürlich auch immer einen Blick drauf haben, was die Konkurrenz so treibt, wollen wir euch unsere Einschätzung des neuesten Streichs aus Cupertino sowie einen Vergleich mit den derzeitigen Android-Smartphones nicht vorenthalten.

Apple iPhone 5:  Keine Gefahr für Android

Auch wenn wir es aus Android-Sicht nicht immer wahr haben wollen, Apple hat es bisher jedes Mal geschafft, mit der Vorstellung eines neuen iPhones einen Schritt vor der Konkurrenz zu sein. Beim iPhone 4S hatte sich allerdings schon abgezeichnet, dass diese Schritte künftig kleiner werden könnten und mit dem iPhone 5 scheint es eher, als versuche Apple, nur noch irgendwie Schritt zu halten. Aber der Reihe nach – was kann denn das neue iPhone?

Der Hauptunterschied zu bisherigen iPhones ist das größere Display: Hatte Steve Jobs einst eisern an der Meinung festgehalten, kein Mensch brauche mehr als 3,5 Zoll bei einem Smartphone, passt sich das Unternehmen nun dem generellen Trend zu großen Displays an uns spendiert dem iPhone 5 immerhin ein 4 Zoll-Display. Dieses wurde etwas in die Länge gezogen und bietet nun auch das gängige 16:9 Format. Dabei löst es allerdings mit der etwas kuriosen Pixelzahl von 1136 x 640 auf und verfehlt damit knapp die HD-Marke, hält aber die Pixeldichte des Vorgängers aufrecht. Die neue A6-CPU ist wieder nur ein Dual Core-Prozessor, der aber natürlich schneller und effizienter ist – vermutlich durch eine geringere Fertigungsbreite. Die Kamera ist bei 8 Megapixel geblieben, aber mit einem neuen, flacheren Bildsensor ausgerüstet und kann jetzt auch Panorama-Aufnahmen erstellen. Ach ja, und das iPhone 5 kann jetzt auch LTE.

Natürlich geht die Vorstellung des neuen iPhone auch mit einer neuen iOS-Version, der sechsten Iteration des mobilen Betriebssystems, einher. Größte Neuerung ist hier der Wegfall von Google Maps zugunsten einer eigenen Lösung. Diese bietet auch eine kostenlose Navigations-Funktion, bei der man von Siris Stimme gelenkt wird.

Dies sind natürlich nur die markantesten Änderungen, aber an ihnen wird bereits deutlich, dass der ganz große Innovationsschub ausgeblieben ist. Um es leicht überspitzt auszudrücken: Das iPhone 5 besitzt kein neues Feature, dass Android-Smartphones nicht auch schon längst bieten. Die aktuellen Flaggschiffe wie das Samsung Galaxy S3 oder das HTC One X, verfügen schon seit Monaten über ähnliche oder gar bessere Spezifikationen und mit dem LG Optimus G steht bereits die nächste Generation vor der Tür, die nochmals einen drauf setzt.

Es ist fast ein bisschen schade, dass Apple derart die Innovationskraft ausgeht. Auch wenn wir in der Redaktion natürlich alle dem grünen Roboter huldigen, sind wir generell Technikenthusiasten und konnten bisher immer problemlos zugeben, dass Apple durchaus tolle Geräte baut. Das iPhone 5 lässt uns dagegen völlig kalt, auch wenn es sicher kein schlechtes Gerät ist – aber etwas Besonderes ist es eben auch nicht mehr. Grund zur akuten Sorge besteht für Apple aber nicht, auch das iPhone 5 wird sich wieder extrem gut verkaufen, denn seine treue Anhängerschaft und die Aura, die Apple immer noch umgibt, hat das Unternehmen noch nicht verloren – noch nicht.

Denn die einzige Gefahr die derweil für Hersteller von Android-Hardware noch von Apple ausgehen kann, ist die der Patentklagen – aber auch hier hat HTC bereits zum Gegenangriff ausgeholt und selbst der chinesische Hersteller GooPhone hat schon eine entsprechende, wenn auch nicht ganz ernst zu nehmende Drohung ausgesprochen.

iPhone 5-Spezifikationen via BestBoyz

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