Gerücht: RFID-Chip im iPhone 5 ermöglicht Home-Ordner für unterwegs

Florian Matthey 8

Apple könnte mit der Integration eines RFID-Chips ins nächste iPhone erstmals selbst auf Near-Field-Communication-Technologien (NFC) setzen. Damit ließe sich das iPhone als digitale Geldbörse benutzen – könnte aber auch fremde Macs mit eigenen RFID-Chips heimisch machen.

Bisher können Benutzer mehrere Macs beispielsweise mit ihrem MobileMe Account verbinden und so überall auf dieselben Einstellungen, Passwörter, Bookmarks und andere Daten zurückgreifen. Cult of Mac zitiert eine anonyme Quelle, der zufolge der heimische Mac auf dem iPhone einen Teil des eigenen Home-Ordners abspeichern könnte. Wenn der Benutzer dann an einem anderen Mac mit RFID-Chip sitzt, greift dieser auf diese Daten zu, so dass der Benutzer den Rechner so benutzen kann, als sei es sein eigener.

Allerdings ist dies nur praktikabel für weniger umfangreiche Daten wie Einstellungen, nicht aber die eigene iTunes- oder iPhoto-Bibliothek. Größere Datenmengen könnten das iPhone und der Mac dann über WLAN oder Bluetooth austauschen, wenn der Benutzer einmal die Verbindung über NFC hergestellt hat. Möglich ist aber auch, dass Apple mehr und mehr Daten über das Internet abgleichen würde. Die vom Unternehmen in North Carolina errichtete Server-Farm könnte zumindest Cloud Computing in einem größeren Ausmaße ermöglichen.

Was den Einsatz als digitale Geldbörse angeht, könnte Apple auf die Infrastruktur des Startup-Unternehmens Boku setzen, das sich auf mobile Bezahlungen spezialisiert hat. Apple soll sich in Gesprächen mit dem Management befinden, um Boku möglicherweise zu übernehmen. Gleichzeitig soll aber auch Google Interesse an dem Unternehmen haben.

Dass Apple auf NFC-Technologie setzen könnte, ist keine völlig von Tatsachen losgelöste Spekulation. Im August erklärte der NFC-Experte Benjamin Vigier mittels seines LinkedIn-Profils, dass er mittlerweile für Apple arbeite.

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