iPhone 5: Mutanten-Smartphone aus Liquidmetal mit NFC und 3D-Display

Flavio Trillo 3

Täglich, ach Quatsch, stündlich kommen neue Patentanträge ans Licht, tun sich fernöstliche Blogs mit Fotos von skurrilen Bauteilen hervor, berichten „Brancheninsider“ von neuen Funktionen des iPhone 5. Von 3D-Display über NFC bis hin zu flexiblen Touch-Modulen - kein Gerücht ist der gierigen Meute zu schade. Doch was, wenn sie alle Recht hätten?

iPhone 5: Mutanten-Smartphone aus Liquidmetal mit NFC und 3D-Display

Ein ungeborener Mythos

Kaum ein Hersteller erfährt vergleichbare Aufmerksamkeit für Produkte, die er nicht verkauft, wie Apple. Der Rummel um das neue iPhone 5 könnte nach seiner offiziellen Vorstellung eigentlich gar nicht mehr größer sein, als der um Patentanträge, Analysteneinschätzungen und taiwanesische Bauteile zuvor.

Es ist viel zu einfach, sich dem Trubel gänzlich zu verschließen und alle Gerüchte und vagen Vermutungen als Humbug abzutun. Stürzen wir uns deshalb einmal mitten ins Getümmel und nehmen jede noch so abstruse Prophezeiung volley und direkt für bare Münze. Wie sähe das neue iPhone aus, für dessen Veröffentlichung wir uns den Oktober bereits rot im Kalender angestrichen haben?

(Übrigens, dass wir damit auch ganz nebenbei und quasi unter der Hand eine waschechte Gerüchtezusammenfassung verkaufen, bleibt am besten unter uns.)

Zunächst braucht das Kind natürlich einen Namen. Wir Redakteure schlawenzeln unschlüssig zwischen „iPhone 5“ und „das neue iPhone“ hin und her — aber nur, weil wir genau wissen, dass die meisten Leute nach der schon jetzt obsoleten ersten Variante suchen. Tief in unserem Herzen ahnen wir aber, was viele bereits wissen: Apple wird die Nomenklatur des iPad auch für sein Smartphone fortführen. Keine Ziffern mehr, keine Buchstaben. Nur noch „das neue iPhone“.

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Surrende Displays und der Triumph der Kabelfreiheit

Also, beginnen wir mit ein paar hübschen Patentanträgen der letzten Monate, die etwas mit Smartphones im Allgemeinen und dem iPhone im Besonderen zu tun haben. Da wäre zunächst das Haptik-Display — physisches Feedback des Touch-Displays durch lokale Vibrationen, Luftströme oder Ähnliches. Gleichzeitig fände der Stylus seinen Weg zurück an den Infinite Loop — ein Accessoire, an dem Steve Jobs besondere Freude hätte!

Praktisch: Akku-Ladung per Induktionsschleife! Haptische Displays verbrauchen aufgrund der höheren mechanischen Aktivität deutlich mehr Strom als aktuelle Module. Umso besser also, dass man das Gerät jederzeit kabellos aufladen kann. Die zugegebenermaßen nicht mehr ganz neue Induktionstechnologie macht’s möglich!

Kabellos ist auch die Bezahlfunktion. Dank NFC-Chip kann man mit dem „neuen iPhone“, wie es zweifellos heißen wird, problemlos bezahlen. Keine Geldbörse mehr, keine Kreditkarten. Und schon stehen wir, wie die Schweden, kurz vor der Abschaffung von Münzen und Scheinen.

Sicherheit und ein 4-Zoll-Handschmeichler

Natürlich steht bei so vielen sensiblen Informationen auf dem iPhone der Sicherheitsgedanke weit im Vordergrund. Deshalb ist es kein Wunder, dass gleich mehrere Sperrbildschirme und diverse Anti-Big-Brother-Mechanismen die wachsenden Sorgen der Anwender um ihre Daten lindern wollen.

Keine iPhone-Utopie wäre komplett ohne ein paar Worte zum Display. Seit Jahren schon wettern Fans und Konkurrenten zugleich gegen die immer gleich winzigen Bildschirme von

iPhone und iPod touch. Längst ist man mit Samsung, HTC und Motorola jenseits der 4 Zoll angekommen. Apple dümpelt dagegen immer noch im 3,5-Zoll-Nichtschwimmerbecken herum.

Damit ist ab Herbst Schluss! 4 Zoll sollen es werden, verteilt auf Vielehundert mal Tausendundeinbisschen Pixel. Dadurch wandelt sich nicht nur das Seitenverhältnis, es passt auch eine weitere Reihe Symbole auf jeden Bildschirm. Was die App-Entwickler mit dieser asymmetrischen Größenänderung anfangen, ist ihr Problem.

Dafür fasst auch das längere iPhone 5 sich hervorragend an: Ein Handschmeichler aus Liquidmetal! Die Kameralinse erfährt ebenfalls ein kleines „Upgrade“ in Form einer Zoom-Linse, die sich mithilfe von Magneten am Gehäuse befestigen lässt. Magnetisch wird auch die Stromzufuhr, wenn endlich die lange bewährte Magsafe-Technologie Einzug in den iOS-Reigen hält.

„Schande über das Galaxy S3″

Wenn das nicht genügt um in der Bahn gierige Blicke auf sich zu ziehen, haben die Besitzer des neuen iPhone noch ein Ass im Ärmel: Das Display wird wie durch Magie ein paar Zentimeter nach hinten verschoben. Was dahinter steckt, ist cleveres Augen-Tracking und ein Display, das je nach Blickwinkel Licht und Schatten anpasst. So entsteht der täuschend echte Eindruck von Dreidimensionalität.

Was mehr? Biometrische Benutzeridentifizierung, integrierter Mini-Projektor und flexibles Display (dieses Gerücht musste wegen übermäßiger Lächerlichkeit leider entfernt werden). Der pure Wahnsinn. Ein von oben bis unten mit Knaller-Features vollgestopftes Gerät, von dem Terry Gou aus der Chefetage von Hon Hai Precision zurecht verspricht, dass es „Schande über das Galaxy S3 bringen wird“.

Und wer wüsste es besser als er, schließlich hat seine Tochterfirma Foxconn längst mit der Produktion des Mutanten-iPhone begonnen. Da bleibt nur noch, den stets eloquenten Philip J. Fry zu zitieren, mit den Worten: „Shut up and take my money!“

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