iPhone 5c und iTunes sind die Überraschungen der Quartalskonferenz

Julien Bremer

In der Nacht zum Mittwoch hat Apple mal wieder seine Zahlen für das zurückliegende Quartal bekannt gegeben. Dort kam heraus, dass zwei Produkte überraschend erfolgreich waren: das iPhone 5c und iTunes.

iPhone 5c legt Image des Ladenhüters ab

Zwar schlüsselt Apple seine iPhone-Verkäufe wie gewohnt nicht auf die einzelnen Modelle auf, dennoch kann man davon ausgehen, dass das iPhone 5c eine erstaunliche Entwicklung genommen hat. Lange Zeit war es als Ladenhüter verschrien und auch von Tim Cook war zu hören, dass das bunte iPhone aus Plastik hinter den Erwartungen zurückblieb.

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Doch während der Quartalskonferenz hat Tim Cook bekanntgegeben, dass das iPhone 5c häufiger verkauft wurde, als das iPhone 4s vor einem Jahr. Beide Telefone standen zum jeweiligen Zeitpunkt an zweiter Stelle der iPhone-Reihe (2014: iPhone 5s, iPhone 5c, iPhone 4s; 2013: iPhone 5, iPhone 4s, iPhone 4). Dieser Umstand deckt sich auch mit den Einschätzungen von Marktbeobachtern. Demnach liegt das iPhone 5c vor zahlreichen Top-Produkten anderer Hersteller (wir berichteten).

Anfangs wurde das iPhone aus Plastik scharf kritisiert, da es nur 100 Euro günstiger ist als das Premium-Modell und die Distanz zu gering ist, um in günstigere Marktsegmente vorzustoßen. Apple-Chef Cook gab sich auf der Quartalskonferenz sehr zufrieden mit der Entwicklung der Absatzzahlen des bunten iPhones.

iTunes ist Apples schnellstwachsender Bereich

Ein zweiter Bereich, mit dem Apple sehr zufrieden sein kann, ist „iTunes Software and Services“. Dieser beinhaltet sowohl iTunes Music als auch die App Stores. iTunes Software and Services sorgte im Quartal für einen Umsatz von 4,5 Milliarden Dollar, was einem Wachstum von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Seit Beginn von Apples Finanzjahr ist dieser Sektor der am schnellsten wachsende im Unternehmen, gab Tim Cook bekannt.

Hauptverantwortlich für diesen Aufschwung ist der App Store mit insgesamt 75 Milliarden Downloads. Die neue Programmiersprache Swift soll es App-Entwicklern für iOS zukünftig noch einfacher machen, Anwendungen zu schreiben und zu veröffentlichen. Dies soll in dem Bereich für weiteres Wachstum sorgen.

Zu iTunes Music werden hingegen keine Zahlen genannt. In der Vergangenheit war des Öfteren zu hören, dass Apples führende Köpfe nicht besonders zufrieden seien mit der Entwicklung von Musik-Käufen über die Plattform. Mit OS X Yosemite veröffentlicht das Unternehmen auch iTunes 12.Es bleibt also spannend, welche Maßnahmen Apple ergreifen will, um die Entwicklung zukünftig wieder positiver zu gestalten.

Einen Überblick über die Quartalszahlen findet ihr hier:

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