iPhone laden: Apples USB-Ladegerät, Ladekabel und andere Optionen

Thomas Konrad 6

Wer sein iPhone regelmäßig benutzt, kommt mit einer Akku-Ladung selten mehr als einen Tag aus. Ein Ökosystem aus iPhone-Ladekabeln, -Adaptern und Ladegeräten hilft dem Anwender, sein iPhone aufzuladen. Wir zeigen, welche Varianten und Bezugsmöglichkeiten es gibt.

iPhone laden: Apples USB-Ladegerät, Ladekabel und andere Optionen

iPhone-Ladekabel: Von 30-Pin zu Lightning

30-Pin-Connector war einmal: Mit der Vorstellung des iPhone 5 im Jahr 2012 hat Apple nach gut 10 Jahren einen neuen Anschluss für seine mobilen iOS-Geräte vorgestellt. Lightning heißt er und misst nur einen Bruchteil der Größe seines Vorgängers.

Hauptgrund für die Umstellung auf den neuen Lightning-Anschluss waren wohl die kleineren Ausmaße. Sie ermöglichen dem Unternehmen, ihre Produkte noch flacher zu produzieren. Außerdem bleibt so mehr Platz für Lautsprecher und Mikrofone. Insbesondere Apples iPod nano zeigt, dass die neue Technik sich lohnt.

iPhone-Ladekabel, Ladegeräte und Zubehör für den alten Anschluss lassen sich weiterhin verwenden. Man benötigt dazu nur einen entsprechenden Adapter, der den 30-Pin-Connector aufnimmt und aus ihm einen Lightning-Stecker macht. 29 Euro kostet der kleine Adapter bei Apple, ein Preis, der leider schwer nachvollziehbar ist. Ganze 40 Euro kostet es, wenn zwischen den Anschlüssen noch 20 Zentimeter Kabel verbaut sind. Man sollte wohl nicht darüber nachdenken, wie viele Applikationen diese Summe dem neuen Smartphone bescheren würde. Auf der anderen Seite muss man so nicht direkt in neues Zubehör investieren.

Apple legt seinem iPhone, auch dem aktuellen iPhone 5s und dem iPhone 5c ein Ladegerät bei, das das USB-Ende des Ladekabels aufnimmt. Damit lassen sich iPhones, aber auch iPods meist schneller Laden als an der USB-Schnittstelle des Computers.

 

 

 

 

 

 

 

Apple selbst hat zwei verschiedene Ladegeräte im Angebot, eines mit fünf Watt, ein anderes mit zwölf. Beide lassen sich für iPhones und iPods verwenden, unterscheiden sich abgesehen von der Leistung hauptsächlich in ihren Abmessungen. Sie kosten jeweils 19 Euro. Damit sind sie sogar günstiger als die meisten Adapter. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte das Geld investieren. Wer im Web hauptsächlich auf den Preis schaut, fällt womöglich schnell auf Fälschungen herein.

Eine Vielzahl weiterer Stromversorgungsprodukte findet man in Apples Online-Store, darunter eine Reihe von Design-Docks, Autoladekabeln und Zusatzakkus. Die meisten Produkte sind inzwischen für Apples aktuelle Produktlinie gerüstet und verfügen über einen Lightning-Anschluss.

Trotz EU-Standard: Apple setzt auf Lightning

Seit 2009 gibt es innerhalb der europäischen Union einen Beschluss, der einheitliche Ladegeräte und Stecker für Mobiltelefone fordert. Große Handy-Hersteller haben sich der Initiative angeschlossen. Geeinigt hat man sich seinerzeit auf den Micro-USB-Standard. Apple verzichtete allerdings darauf, den Anschluss direkt zu verbauen, setzte mit dem iPhone 5 erstmals auf Lightning. Businessinsider fasst in einem Bericht die Gründe für Apples Entscheidung zusammen: Mit acht Pins könne der Lightning-Stecker mehr Signale transportieren als Micro-USB. Das Weitergeben eines Audio-Signals wie bei Apples 30-Pin-Stecker sei weiterhin nur mit der Lightning-Technologie möglich. Ein Micro-USB-Stecker dagegen können das Gerät nur aufladen, für Apple offenbar zu wenig. Bei Apples iPad sei nicht einmal eine ausreichende Stromversorgung gewährleistet.

Tatenlos blieb Apple jedoch nicht, brachte gezwungenermaßen zwei Adapter auf den Markt.

Einer machte aus Micro-USB einen 30-Pin-, der andere einen Lightning-Stecker. Für neun bzw. 19 Euro sind sie zu haben. Das Modell mit einem 30-Pin-Anschluss ist nur mit Apples iPhone kompatibel. Für andere Geräte mit dem alten Anschluss lässt er sich nicht verwenden.

Ein Ausschuss des EU-Parlaments hat mittlerweile beschlossen, dass Hersteller den Standard fest verbauen und Kunden die Adapter ersparen sollen. Ob aus der Initiative tatsächlich EU-Recht in Form einer Verordnung wird, wird sich noch zeigen, weiß unser Autor Florian Matthey.

Verfügbarkeit im Web: Vorsicht bei manchen Angeboten

Für die Netzstecker, Adapter und Kabel gibt es viele Bezugsquellen. Neben Apples Online Store haben auch die großen deutschen Apple-Reseller gravis, cyberport und Co. das meiste Zubehör auf Lager. Wirklich günstiger sind sie nicht, nur ein bis zwei Euro lassen sich bei manchen Produkten sparen.

Auf Amazon findet man die Produkte ebenfalls. Während es sich in vielen Fällen auch um das beworbene originale Apple-Produkt handelt, schaffen es manche Händler offenbar, den Kunden gefälschte Produkte unterzujubeln. Ratsam ist es daher, sich die Kundenmeinungen durchzulesen. Schnell wird man so auf qualitativ minderwertige Fälschungen aufmerksam gemacht. Glücklicherweise nennen manche Kunden auch gleich den Händlernamen, wenn sie von ihrem Fehlkauf berichten. Im Falle von Apples 12-Watt-Netzteil eine Vielzahl von Anbietern. Das Versandhaus selbst verkauft das Produkt für 17 Euro. Das günstigste Angebot für 13,49 bezeichnet ein Kunde als Fälschung. Was einem das Zubehör wert ist, muss am Ende jeder selbst wissen. Unsere Empfehlung dennoch: Bevor man auf Fälschungen zurückgreift, sollte man sich auf dem Zubehörmarkt einmal bei anderen Herstellern umsehen.

Zubehör-Hersteller als Alternative

Apples Zubehör ist teuer, spricht dafür immerhin die gleiche Designsprache wie die Geräte selbst, meistens zumindest. Wem das nicht zentral wichtig ist, der kann sich in den gängigen Stores und bei Amazon einmal nach anderen Herstellern umsehen, die Apples Lightning-Technologie lizensieren und ebenfalls eine Reihe von Zubehör anbieten. Belkin beispielsweise bietet ein an.

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