Apple-Patent: Schutz durch Verhaltensprofile

Florian Matthey 1

Ein jüngst veröffentlichter Apple-Patentantrag beschreibt eine neue Idee, wie sich ein iPhone oder iPad vor der Benutzung durch Unbefugte schützen ließe: Das Gerät könnte das Benutzerverhalten analysieren und gegebenenfalls feststellen, dass es sich um ein andere Person handelt.

Apple-Patent: Schutz durch Verhaltensprofile

Das US-Patent- und Markenamt hat den Apple-Patentantrag kürzlich veröffentlicht. Apple beschreibt in diesem ein System, das auf verschiedenem Wege feststellen können soll, ob der aktuelle Benutzer des iPhone oder iPad auch wirklich der rechtmäßige Besitzer ist.

Das System könnte Verhaltensprofile anhand von Kriterien wie Bewegungen, Touchscreen-Gesten oder der Texteingabe erstellen - wobei das System für das letztgenannte Kriterium die Grammatik und das Vokabular des Textes analysieren würde, den der Benutzer eingibt.

Kommt das System zu dem Schluss, dass es sich bei dem aktuellen Benutzer wahrscheinlich nicht um den rechtmäßigen Besitzer handelt, gibt es mehrere Möglichkeiten einer Reaktion: Das Gerät könnte die Eingabe eines Passworts verlangen oder dass der aktuelle Benutzer sich über den Touch-ID-Sensor mit seinem Fingerabdruck identifiziert. Auch eine Benachrichtigung des rechtmäßigen Besitzers auf einem anderen Gerät wäre eine Möglichkeit.

Das System böte eine weitere Möglichkeit, ein iPhone oder iPad vor den Zugriffen Fremder zu schützen und so auch für Diebe uninteressanter zu machen. Wie immer bei Patentanträgen ist Vorsicht geboten: Dass Apple eine Idee schützen lassen will, bedeutet nicht zwangsläufig, dass diese Idee auch ihren Weg in ein fertiges Produkt finden wird - bei den meisten Erfindungen ist dies nicht der Fall.

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