Doppelte iPhone-Verkäufe: Apple auf Erfolgskurs in Vietnam

Thomas Konrad 2

Immer mehr junge Anwender im kommunistischen Vietnam kaufen Apples iPhone. Einige sind sogar bereit, mehrere Monatslöhne dafür zu opfern. Der Markt könnte künftig eine wichtigere Rolle für den iPhone-Hersteller spielen.

Doppelte iPhone-Verkäufe: Apple auf Erfolgskurs in Vietnam

Im letzte Quartal konnte Apple in Vietnam doppelt so viel iPhones verkaufen wie im Vorjahr. Ein Ende dieses Trends ist vorerst nicht in Sicht, meint Reuters. Bis 2020 soll sich die Mittelschicht im Land verdoppeln. Smartphone- und Internet-Nutzung steigen in einer vorwiegend jungen und Technik-affinen Gesellschaft ebenfalls rapide an.

Apple-Geräte avancieren zu Statussymbolen. Pham My Linh hat mehr als zwei Monatslöhne für sein iPhone ausgegeben, erzählt er Reuters. „Ich brauche es, um mich sicherer zu fühlen, wenn ich mit Freunden oder Kollegen unterwegs bin.“

Das Streben nach einem höheren sozialen Status komme Apple in Vietnam zugute. Mitverantwortlich seien gesunkene Preise und Verträge, bei denen monatlich nur kleine Summen fällig sind.

Mit 5,4 Prozent wuchs die vietnamesiche Wirtschaft Experten zufolge nur langsam. Dennoch seien Familien, die auf einen Schlag gleich drei iPads kaufen keine Seltenheit, erzählt der Filialleiter eines Elektronik-Fachmarkts.

30 von den insgesamt 90 Millionen Einwohnern in Vietnam haben bislang Zugang zum Internet. Zwei Drittel der Bevölkerung sind jünger als 30. Vor allem die dürften verantwortlich dafür sein, dass 2013 135 Prozent mehr Smartphones über den Ladentisch gingen.

Aber: Auch der Verkauf von Fake-iPhones läuft gut. Umgerechnet 95 US-Dollar kosten die Attrappen, die laut Reuters täuschend echt aussehen.

Bild: Reuters

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