iPhone 5s und 5c: Schlechtere Touchgenauigkeit als Samsung Galaxy S3

Amir Tamannai 41

Jahrelang galten Apples iPhones als in Sachen Touchscreen der Android-Konkurrenz überlegen und gefielen zahlreichen Nutzern auch dank verzögerungsfreierer und akkuraterer Erkennung der Fingereingaben besser, als die Smartphones von Samsung, Sony und Co. Das hat sich inzwischen geändert: Wie ein Experiment der Testautomatisierungs-Firma OptoFidelity zeigt, registrieren iPhone 5s und das 5c Toucheingaben des Nutzers deutlich ungenauer, als das anderthalb Jahre alte Samsung Galaxy S3.

iPhone 5s und 5c: Schlechtere Touchgenauigkeit als Samsung Galaxy S3

Vor einigen Jahren musste ich in einem Videodreh, in dem an einer Stelle ein Wählvorgang auf einem Smartphone gezeigt werden sollte, noch mein damaliges Samsung Omnia kurzzeitig gegen ein iPhone 3G eintauschen — es war damals schlicht nicht möglich, auf dem (resistiven) Display des Windows Mobile-Gerätes so schnell und präzise zu tippen wie auf dem Apple-Phone. Diese Zeiten sind lange vorbei, natürlich lässt es sich zwischenzeitlich auch auf den guten kapazitiven Screens der Android-Geräte vernünftig „touchen“. Dennoch genossen die iDevices bislang weiterhin den Ruf, Nutzereingaben noch ein wenig schneller und präziser zu verarbeiten.

Schnell tun sie das auch weiterhin, aber längst nicht mehr so präzise, wie selbst ein deutlich älteres Samsung Galaxy S3: Das finnische Unternehmen OptoFidelity hat die Touchscreens des iPhone 5s, 5c und Galaxy S3 miteinander verglichen und ist zu erstaunlichen Ergebnissen gekommen — die sich auch mit den Erfahrungen zahlreicher iPhone-Nutzer decken sollen.

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In oben stehender Grafik, die die Vergleichswerte aus den Eingaben durch einen Roboterfinger und die vom jeweiligen Smartphone gemeldeten Koordinaten darstellt, stehen die roten Punkte für Abweichungen von über einem Millimeter, die grünen Flächen für eine Übereinstimmung im Rahmen eines Millimeters. Während die grünen Bereiche bei beiden iPhones nur etwa in der Mitte — bestimmt nicht zufällig dort, wo die On-Screen-Tastatur positioniert ist — zu finden sind, bietet das Galaxy S3 beinahe über das kompletten Display höchste Präzision und schwächelt lediglich an den Rändern.

Noch konkreter werden die Unterschiede, wenn man sich beispielsweise die Situation in einer Reihe der Tastatur ansieht: Auf dem iPhone ist es danach deutlich schwieriger, die Tasten Q, O und P akkurat zu treffen. Auf dem S3 sind zwar an den Rändern auch gewissen Ungenauigkeiten zu erkennen, allerdings sind dort auch die äußerern Buchstaben noch größtenteils im „grünen Bereich“.

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Bliebe die Frage an diejenigen unserer Leser, die ein iPhone nutzen und möglicherweise auch noch den Vergleich zu einem mehr oder weniger aktuellen Android-Gerät haben: Könnt ihr die obigen Ergebnisse bestätigen? Erfahrungswerte, gerne auch mit gegenteiligem Inhalt nehmen wir in den Kommentaren entgegen.

Quelle: OptoFidelity [via gsmArena]

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