Millionensumme: Das hätte ein iPhone 1991 gekostet

Thomas Konrad 8

Ein iPhone ersetzt inzwischen eine Vielzahl von Geräten. 1991 hätten diese noch über 3.000 US-Dollar gekostet, bewies kürzlich eine alte Anzeige eines Elektronik-Marktes. Der tatsächliche Wert ist allerdings deutlich höher.

Millionensumme: Das hätte ein iPhone 1991 gekostet

Bret Swanson vom Magazin TechPolicyDaily hat an der ursprünglichen Summe von 3000 US-Dollar etwas auszusetzen. Zwar ersetze das iPhone in der Tat eine Video-Kamera, ein Telefon inklusive Anrufbeantworter, einen Musik-Player und mehr - die tatsächliche Hardware-Leistung des Apple-Handys vernachlässigt der Vergleich mit den Geräten aus dem Jahr 1991.

Ein Gigabyte an Festplattenspeicher kostete damals etwa 10.000 US-Dollar. Flash-Speicher, wie er im iPhone verbaut ist, war verständlicherweise noch teurer: 45.000 Dollar oder mehr, meint Swanson. Allein der 32 Gigabyte Flash-Speicher eines iPhone hätte damals also ganze 1,44 Millionen Dollar gekostet.

Apples A7-Prozessor im iPhone 5s erzielt 20,500 MIPS (Millionen Instruktionen pro Sekunde). Intels bester Prozessor brachte es damals auf 16,5 MIPS. Er kostete mit rund einem Zehntel der Transistoren eines A7-Chips etwa 3.000 Dollar. Swansons Schluss: Für die Leistung eines A7-Chips hätte man damals mindestens 620.000 Dollar bezahlen müssen.

Die LTE-Verbindung des iPhones wäre Nutzern ebenfalls teuer zu stehen bekommen. So rechnet Swanson: Pro Kilobit mussten Nutzer 1991 sekündlich etwa 100 Dollar bezahlen. Die 15 Megabits, die ein iPhone jede Sekunde empfangen kann, hätten also 1,5 Millionen Dollar gekostet.

Swanson kommt so auf eine Summe von über drei Millionen US-Dollar - lässt dabei Display, Multitouch, Touch ID, Bewegungssensoren, Betriebssystem und mehr außen vor.

Offensichtlich handelt es sich dabei um einen rein theoretischen Vergleich. Schließlich geht Swanson von Komponenten wie Prozessoren aus, die man nicht in einem Produkt kombinieren, niemals in die Form eines iPhones bringen konnte. Zugleich zeigt seine Rechnung aber, wie groß der Fortschritt in den letzten 23 Jahren tatsächlich gewesen ist. Immerhin war der ein oder Andere Nutzer vermutlich bereits von einem Wert von 3.000 beeindruckt.

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