Neue Version des iOS 9.2.1 behebt „Fehler 53“

Florian Matthey 9

Der „Fehler 53“ des iPhone machte kürzlich die Runde: Wer den Touch-ID-Sensor durch andere Anbieter als Apple tauschen lässt, kann das Gerät danach nicht mehr verwenden. Jetzt hat Apple ein Update veröffentlicht, das die iPhones wieder benutzbar macht.

Ein Journalist des Guardian hatte den Touch-ID-Fingerabdrucksensor zusammen mit dem gebrochenen Display seines iPhones durch einen unabhängigen Reparatur-Anbieter tauschen lassen. Danach konnte er das Gerät zwar weiter verwenden; nach dem nächsten Update tauchte aber der „Fehler 53“ auf, durch den sich das Gerät überhaupt nicht mehr verwenden ließ. So bekam der nicht neue Fehler plötzlich Aufmerksamkeit in den Medien.

Apple erklärte zunächst, dass der Fehler Absicht sei, um Kunden zu schützen: Durch den Tausch des Touch-ID-Sensors seien Manipulationen möglich. Den Betroffenen erklärte Apple daher, dass sie einen erneuten Austausch durch Apple oder zertifizierte Partner durchführen lassen müssten, die natürlich vergleichsweise teuer sind.

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Kritiker merkten an, dass sich der Schutz der Kunden auch dadurch realisieren ließe, einfach die Touch-ID-Funktion zu deaktivieren, den Touch-ID-Button also in seiner Funktionalität auf die des herkömmlichen Home-Buttons zu beschränken. In den USA bahnte sich sogar eine Sammelklage der betroffenen Kunden an.

Eine neue Version des iOS 9.2.1, die Apple jetzt veröffentlicht hat, setzt genau das um, was Kritiker gefordert haben: Betroffene iPhones und iPads lassen sich mit der neuen Version über iTunes wiederherstellen. Danach sind sie ohne den Fehler 53 wieder benutzbar; lediglich die Fingerabdruck-Sensor-Funktion ist deaktiviert.

Gegenüber Tech Crunch erklärt Apple, dass der Fehler eigentlich nur bei internen Apple-Tests auftreten sollte. Man entschuldige sich bei den betroffenen Kunden. Wer für einen Austausch des Touch-ID-Sensors durch Apple bezahlt habe, solle sich an Apple Care wegen einer Rückerstattung wenden.

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