Die Methode, die das FBI für den Zugriff auf die Daten des iPhone 5c des San-Bernardino-Attentäter genutzt hat, soll mit neueren iPhones nicht funktionieren. Jetzt hat ein Hacker aber auch ein iPhone 5s für US-Ermittlungsbehörden geknackt.

 

iPhone 5s

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iPhone 5s

Streng genommen sind iPhone 5s und iPhone 5c zwar gleich alt, im iPhone 5s befindet sich aber die neuere Technik: Das System auf Touch ID und 64-Bit-Chip setzt auf die Unterstützung der „Secure Enclave“ – ein im System-on-a-Chip integrierter Speicherchip, der einen zusätzlichen Schlüssel für die gespeicherten Daten enthält. Die isolierte Speicherung erschwert den unbefugten Zugriff deutlich, so dass die Methode, die das FBI für iPhone-5c-Hacks verwendet hat, mit den 64-Bit-iPhones nicht funktionieren soll. Die „Hintertür“, die die Behörde von Apple verlangt hatte, hätte offenbar aber auch für ein iPhone 5s eingerichtet werden können.

Letztendlich ist ein Hack bei jedem Sicherheitssystem möglich; der Aufwand ist nur bei manchen deutlich größer als bei anderen. Dass auch ein iPhone 5s nicht vollständig sicher ist, zeigt der jüngste Fall aus den USA: Das iPhone 5s der Ehefrau des Schauspielers Michael Jace, die dieser im Jahr 2014 ermordet haben soll, könnte für den Fall relevante Daten enthalten, so dass die Ermittlungsbehörden nach einem IT-Experten gesucht haben, der ihnen den Zugriff ermöglichen könnte. Laut der Los Angeles Times ist die Polizei tatsächlich fündig geworden: Ein Sicherheitsexperte schaffte es, die verschlüsselten Daten auszulesen.

Welche Methode der Experte – oder auch „Hacker“? – verwendete, ist unklar. Allerdings hatte die Polizei vorher schon einige eher unglückliche Schritte eingeleitet; offenbar führten ihre Versuche, an die Daten zu kommen, dazu, dass sich das iPhone gar nicht mehr einschalten ließ. Um so bemerkenswerter, dass die verwendete Methode dennoch zum Erfolg verhalf.

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