Egal ob über Facebook, Instagramm oder Vine: Momente im Leben mit anderen zu teilen, ist ein Hauptnutzen von Smartphones. Vine ist in kurzer Zeit regelrecht zum Internet-Phänomen geworden. Wir erklären die App und das Vine-Prinzip, zeigen außerdem, wie man die besten Videos findet.

 

iPhone 5s

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Vine: Neuer Video-Trend unter iPhone-Anwendern

Wer Instagram kennt, findet sich in Vine auf Anhieb zurecht. Die kostenlose iPhone-Applikation ist im Grunde Instagram für Videos. Die Besonderheit ist bei Vine der Aufnahme- und der Abspielmodus. Bei der Aufnahme kann der Anwender beliebig viele Szenen zu einer maximalen Gesamtlänge von sechs Sekunden aneinanderreihen. Dabei ist keine Nachproduktion notwendig. Hält man den Finger auf den Bildschirm, nimmt die App auf. Entfernt man ihn, stoppt die Aufnahme - nun kann man durch erneutes Berühren eine nächste Szene aufnehmen. Abgespielt werden die Videos in der App in einer Endlosschleife. Interessante Ergebnis bringt dieses Verfahren zutage. Tester vergleichen die Videos gelegentlich mit GIFs, die sich im Internet großer Beliebtheit erfreuen.

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Wer die App zum ersten Mal startet, muss einen Account anlegen. Bestehende Twitter-Nutzer können auch diese Login-Daten verwenden.

In vier grobe Bereiche ist die App unterteilt, über den Button links neben dem Vine-Logo greift man darauf zu. Unter Home findet man eine Vine-Video-Mischung aus redaktionellen Vorschlägen, eigenen „Vines“ und solchen von Anwendern, denen man folgt. Beiträge lassen sich über eine liken, kommentieren und „revinen“, das heißt auf der eigenen Pinnwand freigeben. Wer ein Video auf Facebook oder twitter freigeben, das Video einbetten oder den Link kopieren will, tippt rechts neben den grünen Buttons auf die drei Punkte. Eigene Vines lassen sich hier zudem löschen.

Unter Explore lassen sich Anwender und Accounts auf Vine sowie Hashtags suchen. Twitter und Instagramm-Nutzer wissen, was gemeint ist. Wer nach unten scrollt, sieht eine Reihe von Kanälen, von Comedy über Mode bishin zu Sport ist alles dabei. Ganz unten erhält man Einsicht in die gerade am meisten verwendeten Tags. In den jeweiligen Kanälen kann man Beitrage nach Aktualität und Popularität sortieren.

Der Activity-Überblick wird von Vine-Nutzern gelegentlich kritisiert. Einsicht erhält man darin in Kommentare und Gefällt-mir-Angaben, sieht zudem, wer einem folgt. Zusätzlich zeigt Vine hier auch Kommentare zu Videos an, bei denen man selbst auf „Gefällt mir“ gedrückt hat. Und das können mit der Zeit viele werden. Das eigene Profile schließlich hält neben eigenen Vines auch die bereit, die man über den „Recycle“-Button geteilt hat.

Vine-Videos mit dem iPhone aufnehmen: so geht's

Mit einem Tapp auf das Kamera-Symbol rechts öffnet man den Aufnahme-Modus. Entscheidend ist hier die grüne Fortschrittsleiste. Sie entspricht der Gesamtlänge des Videos. Ruht der Finger auf dem Bildschirm, nimmt die Applikation auf - der Fortschrittsbalken füllt sich. Um eine andere Szene aufzunehmen, nimmt man den Finger vom Display, richtet die Kamera neu aus - um den Bildschirm dann erneut zu berühren. Wer viel Zeit und Phantasie hat, kann damit auch Gegenstände á la Daumenkino animieren. Hierbei nimmt man mit kurzen Berührungen nur Mini-Sequenzen auf und bewegt das gefilmte Objekt (oder das iPhone). Das geht auch ohne Stativ recht gut, weil die App einen Ghost-Modus hat: Das letzte Standbild der frisch gedrehten Szene bleibt halbtransparent auf dem Bildschirm bestehen. Das iPhone kann der Anwender dann mit etwas Geschick in die gleiche Position bringen oder bewusst um ein Stück versetzen. Wer neu fokussieren will, muss zuerst das Sucher-Symbol in der Leiste am unteren Bildschirmrand aktivieren. Ein Gitter lässt sich links daneben dauerhaft einblenden.

Fertige Vines lassen sich mit einer Beschreibung und Tags versehen. Der Anwender kann einen Aufnahmeort angeben und die Videos zu einem Themen-Kanal zuordnen. Drei Schieberegler ermöglichen die Freigabe auf Vine selbst, aber auch twitter und facebook. Lokal kann man die Videos allerdings auch weiterverarbeiten: Sie landen nach der Aufnahme zusätzlich im Aufnahmen-Ordner der Foto-Applikation.

YouTube-Phänomen Vine

Sechs Sekunden dauert ein Vine, doch manchen ist das wohl nicht genug. Sie schneiden dutzende, hunderte Vines hintereinander und stellen diese Compilations auf Youtube. Best of Vine-Videos sind der Hit. Oft stundenlang werden sie millionenfach aufgerufen. Dieses hier beispielsweise erzielte bereits gut elf Millionen Klicks.

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Vine verleitet offenbar dazu, kreativ zu werden. Sketche, verrückte Aktionen (und zugegebenermaßen auch eine ganze Menge Quatsch ) sind die Folge. Für Vine-Junkies gibt es zahlreiche Kanäle, die täglich neue Best-Ofs liefern.

Artikelbild: Apple.com

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