Mit dem iPhone auf dem Bike: Fahrradhalterung, Akku und mehr im Erfahrungsbericht

Sven Kaulfuss 8

Der Sommer frohlockt, ab aufs Rad und dem Körper etwas Gutes tun. Nicht fehlen darf in diesem Zusammenhang heutzutage die Vernetzung mit dem iPhone. Allein, mit dem Kauf einer Fahrradhalterung ist es nicht getan. Lest folgend hierzu meinen Erfahrungsbericht.

Mit dem iPhone auf dem Bike: Fahrradhalterung, Akku und mehr im Erfahrungsbericht

Mein alter Drahtesel zeigte sich störrig. Diverse Defekte in den letzten Jahren vermiesten mir die Lust auf einen Ausritt. Ungenutzt, ausgestoßen und letztlich nicht fahrtüchtig verharrte das Bike in der Abstellkammer. Am Ende war es wohl ein Fehlkauf, denn meinem voluminösen Gewicht war die Leichtkonstruktion nicht gewachsen. Wollte ich dem Fahrradfahren erneut mit voller Inbrunst frönen, stand ein Neukauf an. Aufgrund meiner Größe musste es etwas stabiles sein, nicht unbedingt aber ein schweres „Eisenschwein“ aus der Vorkriegszeit.

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XXL-Fahrrad: Mein neues Schlachtross auf Rädern

Nach ausgiebiger Recherche fiel die Wahl auf ein Modell des deutschen Traditionsunternehmens „Kalkhoff“ (Herstellerwebseite). Die Mannen aus Cloppenburg haben diverse XXL-Fahrräder im Portfolio. Allesamt verfügen sie über einen verstärkten Aluminiumrahmen und verschiedene, massive Komponenten. Der Hersteller verspricht: Ein Gesamtgewicht (inklusive Rad) von 170 Kilogramm nehmen diese zweirädrigen „Sattelschlepper“ mit Leichtigkeit. Dies sollte genügen. Zudem gibt der Hersteller auf den Rahmen 5 Jahre Garantie, 2 Jahre auf den Rest. Schlussendlich greife ich zum „Kalkhoff Voyager de Luxe XXL“ – neben besagtem Aluminiumrahmen, verfügt das Bike über ordentliche Scheibenbremsen, eine 27-Gang-Deore-Schaltung und einen kompletten Lichtaufbau nebst Gepäckträger. Kostenpunkt: , ein faires Angebot.

In der Praxis hat sich mein neues Fahrrad durchaus bewährt, Defekte blieben erfreulicherweise bis jetzt aus. Dennoch gibt es auch Grund zu Kritik. Kalkhoff verbaut einen typischen, schmalen Gelsattel (). XXL-Fahrer wir unsereiner (die eigentliche Zielgruppe) werden daran keine Freude haben. Längere Ausritte sind nahezu unmöglich – der Sattel drückt aufs Hinterteil und nicht zuletzt extrem unangenehm aufs Gemächt. Nach solch einer Fahrt besteht bei mir Unklarheit über meine eigene Geschlechterrolle – Männlein oder gar schon Weiblein? Das betäubende Gefühl im Schritt verwirrt. Es muss ein Upgrade her. Aufgrund vorheriger guter Erfahrungen wird es ein Ledersattel von Brooks aus England. Sicherlich, „billig“ ist so ein (gealtertes Leder) nicht. Fürs eigene Heck aber umso mehr eine Wohltat. Zwar muss auch dieser noch eingefahren werden, den Unterschied bemerke ich jedoch wohlwollend schon auf den ersten Kilometern.

Zweiter Kritikpunkt: Die Schaltung. Zugegeben, ein Freund der Kettenschaltung war, bin und werde ich nicht. Zu kompliziert und letztlich mit einem höheren Serviceaufwand verbunden. Leider bietet der Hersteller mein Modell nicht mit einer wesentlich einfacheren Nabenschaltung an. Andere XXL-Fahrräder hingegen schon, denen fehlt es dann allerdings an den Scheibenbremsen. Notgedrungen gehe ich den Kompromiss ein und nehme einstweilen die Kettenschaltung in Kauf – mehr Wahlfreiheit wäre schön gewesen. Es muss ja nicht gleich eine extrem teure (aber auch sehr gute) Rohloff sein. Übrigens: Eine abspringende Kette und in Folge eine – vermutlich – verstellte Schaltung hatte ich jüngst erst bei den Bildaufnahmen zum Artikel – ärgerlich.

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iPhone trifft auf Bike: Fahrradhalterung Wicked Chili Rain Case 2.0

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Kollege Sebastian testete bereits im Mai drei Fahrradhalterungen für das iPhone 5 beziehungsweise das iPhone 5s. Keine von ihnen entsprach voll und ganz meinen Vorstellungen von Preis und Ausstattung. Stattdessen kaufte ich mir das Wicked Chili Rain Case 2.0 für das iPhone 5 (). Gibt’s auch in einer Ausführung für das iPhone 5s mit Touch ID (), für das iPhone 5c () und das iPhone 4, 4s, 3G und 3GS (). Um es vorwegzunehmen: Eine gute Entscheidung.

Das Wicked Chili Rain Case 2.0 besteht einerseits aus der eigentlichen Halterung, andererseits aus einer regenfesten Schutzhülle. Die Halterung wird mittels eines Inbusschlüssel am Lenker beziehungsweise dessen Vorbau geschraubt. Ich entscheide mich aufgrund des symmetrischen Anblickes für die Installation am Lenkervorbau. In die Hülle (Innen mit stoßdämpfendem Silikon) kommt das iPhone hinein, mittels zweier seitlicher Verriegelungen wird es wiederum geschlossen. Im Anschluss setzen wir es auf die Halterung. Es rastet ein und wird nochmals mit einer Schraube gesichert. Sitzt bombenfest, auf der Fahrt löst sich nichts. Fast schon zu fest. Aus Gründen der Bequemlichkeit belasse ich die Hülle deshalb immer stets in der Halterung, zum Einlegen des iPhones müssen wir diese auch nicht abnehmen.

Mitgeliefert wird zudem noch eine weitere Schutzhülle für den täglichen Bedarf. Sinnvoll: Das iPhone können wir zusammen mit dieser und dem eigentlichen Rain Case benutzen. Erwähnenswert: Das Wicked Chili Rain Case 2.0 bietet zwei Öffnungen (können bei Nichtgebrauch wasserfest verschlossen werden) für Ohrhörer und Lightning-Kabel. Doch aufgepasst: Diese Öffnungen sind angepasst an die originalen Kabel von Apple. Alternativen könnten zu dick sein.

Bis auf die Lautstärketasten (werden von der seitlichen Verriegelung verdeckt) haben wir vollen Zugriff auf die Funktionen des iPhones in der Hülle. Home Button, Ein/Aus-Schalter und die Kamera sind zugänglich. Apropos: Die Schutzfolie beeinflusst die Bedienung nicht. Der Touchscreen lässt sich nach wie vor gut benützen. Des Weiteren finden sich zwei Lautsprecher-Öffnungen für das iPhone im Case. Die Lautstärke wird allerdings auch damit abgedämpft. Für den „kleinen“ Musikteppich unterwegs noch ausreichend. Sprachanweisungen der Navi-App sind im dichten Verkehr allerdings nur noch schwer verständlich, dann lieber die Ohrhörer benutzen (Achtung: Nicht zu laut betreiben, Sicherheit geht vor!).

Weiterer Pluspunkt: Bei mir lag noch ein Gutschein für eine Karten-Region im Wert von 8,99 Euro der Fahrrad-App Komoot bei. Sehr gut, doch dazu später mehr.

Auf der zweiten Seite des Artikels widme ich mich der mobilen Stromversorgung des iPhones auf dem Rad (Stichpunkt: Zusatz-Akku), spreche über meine derzeit favorisierte Rad-App und gebe einen Mode-Ratschlag für den klugen Radfahrer…

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