iPhone: Apple könnte Namensrechte in Indien verlieren

Thomas Konrad 6

Weil ein indisches Unternehmen ein Produkt mit dem Namen „iFon“ entwickeln wollte, könnte Apple in Indien die Namensrechte für seinen größten Umsatzbringer verlieren. iVoice Enterprises hat das indische Patentamt IPAB darum gebeten, Apple die Marke „iPhone“ abzuerkennen.  

2007 hätte das „iFon“ aus dem Hause iVoice Enterprises auf den Markt kommen sollen - das i im Namen steht angeblich für „India“. Nachdem Apple jedoch das iPhone vorgestellt hatte, sprangen Investoren ab. Das „iFon“ wurde deshalb nie zu Ende entwickelt, sagte der iVoice-Geschäftsführer. Unwiederbringliche finanzielle Einbußen habe iVoice durch Apple erfahren.

Nun will das Unternehmen Apple den Namen „iPhone“ verbieten und hat eine entsprechende Petition beim indischen Patent- und Markenamt IPAB eingereicht. Das verlangt nun von Apple eine Stellungnahme. Beobachter erwarteten ursprünglich, dass das iVoice-Gesuch direkt abgelehnt würde. Apple dürfte allerdings im Vorteil sein: Bereits 2006 hatte das Unternehmen die iPhone-Marke eingereicht. iVoice tat das erst 2007.

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2008 hatte Apple einen Antrag gegen die iFon-Marke gestellt, ein Jahr bevor das erste iPhone nach Indien kam. iVoice arbeitete 2010 noch immer am iFon, reichte einen Gegenantrag ein. Das indische Unternehmen blieb aber erfolglos, verlor weitere Investoren.

Steve Jobs hatte sein iPhone im Januar 2007 vorgestellt. Das Smartphone zeichnete sich vor allem durch seinen 3,5-Zoll-großen berührungsempfindlichen Bildschirm aus. Eine Tastatur zeigte die Software in der unteren Bildschirmhälfte an - laut Steve Jobs ein großer Vorteil. Entwickler können so auch Applikationen schreiben, die den ganzen Bildschirm ausfüllen und keine Tastatur benötigen. Wird eine Tastatur benötigt, kann sie sich dem Bedürfnissen der jeweiligen Software anpassen. Auch konnte Apple damit gleich mehrere Sprachen unterstützen. Anwendungen wie Cover Flow in der iPod-App, Safari und Fotos brillierten auf dem großzügigen Bildschirm ohne Tastatur.

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