iPhone 6: Wohl weniger Umsteiger aus Android-Lager als erwartet

Julien Bremer 23

Vor dem Verkaufsstart des iPhone 6 prognostizierten zahlreiche Analysten, dass Apple aufgrund eines größeren Displays, viele Android-Nutzer zum Umstieg bewegen könnte. Erste Zahlen deuten darauf hin, dass dieser Effekt nicht eingetroffen ist.

Nach einer Umfrage der Analysefirma „Consumer Intelligence Research Partners“ (CIRP) (via macrumors), waren lediglich 12 Prozent Android-Nutzer, bevor sie sich eins der neuen iPhones zugelegt haben. Rund 80 Prozent der Besitzer eines iPhone 6 oder 6 Plus waren zuvor schon mit einem iPhone unterwegs. Zum Vergleich: Bei den Vorgängermodellen iPhone 5s bzw. iPhone 5c nutzten 23 Prozent der Käufer zuvor ein Android-Gerät, etwa 65 Prozent ein Apple-Smartphone.

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Von den vorherigen Android-Nutzern, die auf ein Apple-Smartphone umgestiegen sind, haben sich 31 Prozent für das größere iPhone 6 Plus entschieden. Bei den iPhone-Nutzern waren es 25 Prozent.

Doch die Umfrage ist nicht repräsentativ. Denn CIRP befragte lediglich 300 iPhone-Benutzer in der Zeit kurz nach dem Verkaufsstart im September. Allein an dem ersten Wochenende nach Verkaufsstart verkaufte Apple über 10 Millionen Geräte, da ist die Zahl von 300 Befragten zu gering, um auf die Gesamtheit aller iPhone-Besitzer zu schließen. Daher kann die Umfrage lediglich als ein Indiz dafür herhalten, dass es weniger Android-Nutzer auf ein neues iPhone wechselten, als erwartet.

Vor dem Start der neuen iPhone-Generation haben viele Analysten vermutet, dass es aufgrund der größeren Displays mehr Umsteiger aus dem Android-Lager geben würde, als zuvor. Auch Apple selbst hat sich darauf vorbereitet und einen Guide für ehemalige Android-Nutzer veröffentlicht, der beim Wechsel helfen soll.

Julien Bremer
Julien Bremer, GIGA-Experte.

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