Welche Verbesserungen sind in zukünftigen iPhone-Kameras zu erwarten? Sony hat jetzt einen neuen Sensor mit 21 Megapixeln, ultraschnellem Autofokus und 4K-HDR-Video-Fähigkeit vorgestellt.

Der neue Sony-Sensor Exmor RS IMX 230 setzt auf eine „gestapelte“ Bauweise, in der Pixel-Sensoren und die elektronischen Schalterkomponenten übereinander statt nebeneinander liegen. Diese Bauweise erlaubt zahlreiche Verbesserungen.

Am auffälligsten ist zunächst die hohe Zahl der Pixel - 21 Megapixel -, wobei der Sony-Kunde Apple bekanntlich diesem Wert in den eigenen iOS-Geräten keine so große Bedeutung beimisst. Allerdings wird es auch eine 16-Megapixel-Variante des Sensors geben. Noch interessanter dürfte ohnehin die Autofokus-Funktion sein: Dank 192 individueller Autofokus-„Punkte“ ist es dem Chip möglich, Objekte noch schneller zu erkennen - vor allem dann, wenn sie sich in Bewegung befinden.

Sowohl bei Fotos als auch bei Videos sind High-Dynamic-Range-Aufnahmen (HDR) möglich, die eine bessere Beleuchtung von Motiven mit hohen Kontrastwerten ermöglichen - früher nahmen iPhones hierfür noch mehrere Fotos derselben Szenerie mit verschiedenen Belichtungszeiten auf, um diese aufeinander zu legen; seit dem iPhone 6 funktioniert dies auch mit einem Bild und mit Videos. Hinzu kommt beim neuen Sony-Sensor jedoch die Unterstützung von 4K-HDR-Videos - bisher können iPhones „nur“ Full-HD-Videos aufnehmen.

Sowohl die 21- als auch die 16-Megapixel-Variante des Chips sollen im Frühjahr 2015 erhältlich sein, so dass eine Integration schon in der nächsten iPhone-Generation - wahrscheinlich iPhone 6s (Plus) - möglich wäre.