iPhone-Akku-Tausch: Warum es Geld zurück geben könnte

Florian Matthey

Dieses Jahr können iPhone-Besitzer ihren Akku deutlich vergünstigt bei Apple austauschen lassen. Doch was ist mit Kunden, die vor Kurzem noch mehr bezahlt haben? Apple könnte auch ihnen entgegenkommen.

iPhone-Akku-Tausch: Warum es Geld zurück geben könnte
Bildquelle: GIGA Fixxoo.

„Zu viel“ für Akku-Tausch bezahlt – gibt es bald Geld zurück?

Als Apple Ende letzten Jahres ankündigte, dass ein Akku-Tausch im Jahr 2018 für Besitzer eines iPhone ab dem iPhone 6 nur noch 29 statt 89 Euro kosten würde, waren die meisten Beobachter überrascht. Für Apple ist es sehr ungewöhnlich, Service-Leistungen derart günstig anzubieten.

Da niemand diesen Schritt vorhersehen konnte, dürfte es auch viele Kunden geben, die kurz vor dem Austausch noch 89 Euro – oder in den USA 79 statt 29 US-Dollar – bezahlt haben. Auf eine Anfrage des US-Senats erklärt Apple, dass man aktuell darüber nachdenke, solchen Kunden ihr Geld zu erstatten. Man werde den Senat zu gegebener Zeit über eine Entscheidung informieren.

Warum Apple Akkus so günstig austauscht

Dass sich der Senat überhaupt mit diesem Thema befasst, hat einen guten Grund. Immerhin geht es Apple nicht nur darum, den Kunden in diesem Jahr – 2019 wird wohl wieder der „reguläre“ Preis gelten – ein Geschenk zu machen. Vielmehr wollte das Unternehmen auch die Wogen glätten, die die Berichterstattung um absichtlich verlangsamte iPhones geschlagen hatte.

Apple hat bekanntlich iPhones mit altersschwachen Akkus absichtlich verlangsamt, um zu verhindern, dass sich diese bei plötzlicher hoher Prozessorauslastung ausschalten. Der entscheidende Fehler dabei war wohl, dass das Unternehmen dies nicht offen kommunizierte – sondern erst dann reagierte, als iPhone-Besitzer anfingen, Benchmark-Werte vor und nach Updates und vor und nach einem Akku-Austausch miteinander zu vergleichen. Mehr zu den Hintergründen erfahrt ihr in unserer Bilderstrecke.

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iPhone-Akku für 29 Euro bei Apple tauschen – das müsst ihr wissen.

Mit dem kommenden Update iOS 11.3 wird sich die Drosselung außerdem deaktivieren lassen – allerdings nur so lange, bis sich das iPhone das nächste Mal plötzlich abschaltet. Danach ist ein erneutes Deaktivieren der Option nötig.

Quelle: The Verge

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