iPhone: Apple-Patentantrag beschreibt ölabweisende Schicht für Saphirglas-Display

Florian Matthey 2

Bekommt eine der nächsten iPhone-Generationen ein Saphirglas-Display? Apple betreibt immerhin in Arizona eine Saphirglas-Fabrik, verrät aber nicht, wofür. Ein neuer Patentantrag des Unternehmens zeigt, dass Apple zumindest über iPhone-Saphirglas-Displays nachdenkt.

Streng genommen käme das Material Saphirglas natürlich nicht im Display selbst, sondern als dessen Glas-Abdeckung zur Anwendung. Dort hätte es aber einige Vorteile: Saphirglas ist deutlich kratzfester als herkömmliches Glas, weswegen Apple das Material bereits für das Kamera-Objektiv des iPhone sowie den Touch-ID-Sensor des iPhone 5s verwendet.

Der Gorilla-Glass-Hersteller Corning verweist wiederum darauf, dass Saphirglas sich für so große Flächen nicht so gut eignet wie das eigene Material: Saphirglas sei nicht nur schwerer und teurer, sondern als große Fläche auch brüchiger als Glas. Apple könnte natürlich bereit sein, diesen Kompromiss einzugehen, denkbar wäre aber auch, dass die Fabrik in Arizona Saphirglas für das Display-Glas der iWatch herstellt.

Auf jeden Fall scheint man in Cupertino über dein Einsatz als Schutz für ein Touchscreen nachzudenken: AppleInsider hat einen von Apple stammenden Patentantrag entdeckt, der beschreibt, wie sich eine fettabweisende Schicht auf eine Saphirglas-Fläche aufsetzen ließe. Mit Hilfe dieser Schicht würde sich das Material besser für Touchscreens eignen - die von Apple eingereichte Illustration zeigt als Veranschaulichung auch ein iPhone, im Patentantrag selbst ist von „Mobiltelefonen, Tablets und anderen tragbaren Geräten“ die Rede.

Eine kurze Bemerkung zu Apples Erfindung selbst: Die kristalline Oberflächenstruktur von Saphirglas eignet sich weniger für das direkte Anbringen einer ölabweisenden Schicht als die herkömmlichen Glases. Aufgrund dessen hat Apple die Idee, eine Aluminium-Silizium-Glas-Zwischenschicht aufzutragen, auf welcher die weitere Schicht besser haften könne. Wie bei vielen Apple-Patentanträgen bleibt natürlich abzuwarten, ob daraus ein fertiges Produkt wird; oft ist das nicht der Fall.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung