Apple hat gemeinsam mit seinem Partner GT Advanced viel Forschungsarbeit in Saphirglas gesteckt. Nun hat der Zulieferer ein Produktionsverfahren entwickelt. Damit könnte das hochwertige Material zukünftig in sämtlichen mobilen Geräten eingesetzt werden.

 

iPhone 6

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Das Gerücht über den Einsatz von Saphirglas im iPhone 6 hält sich seit Wochen und Monaten hartnäckig. Doch vermutlich sind Apple und GT Advanced noch nicht soweit, ausreichende Mengen des künstlichen Saphir herzustellen, um die Bildschirme der kommenden iPhone-Generation damit auszustatten.

Wie Technology Review berichtet, haben Vertreter von Apples Saphir-Spezialisten nun ein neues, kostengünstigeres Produktionsverfahren ausgearbeitet, in dem die Saphirbögen nur noch halb so dick sind wie ein menschliches Haar. Durch diese Weiterentwicklung könnte man herkömmliche Glasabdeckungen mit einer Saphirschicht überziehen, anstatt ein ganzes Display daraus zu fertigen.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Die neue Produktionsmethode ermöglicht es weiterhin, extrem kratzfeste Displays herzustellen und dabei die Kosten immens zu senken. Ein Display, das komplett aus Saphir besteht, ist um ein vielfaches teurer als aus dem bisher beim iPhone verwendeten Gorilla Glass. Durch den bloßen Überzug mit Saphir werden die Kosten deutlich reduziert.

Auch anderer Smartphone-Hersteller wie beispielsweise Samsung haben bereits mit „Saphirglas“ experimentiert. Doch die hohen Kosten waren bislang die größte Hürde für den Einsatz von Saphir-Displays im Massenmarkt. Viele Low-Budget-Geräte wären mit einem solchen Bildschirm für die Zielgruppe nicht mehr erschwinglich. Mit dem neuen Produktionsverfahren könnte sich dies nun ändern.

Aufgrund der exklusiven Partnerschaft zwischen Apple und GT Advanced darf allerdings bezweifelt werden, dass auch andere Smartphone-Hersteller zeitnah in den Genuss der neuen Technologie kommen. Wenn auf das Produktionsverfahren Patent angemeldet wird, werden zumindest Lizenzgebühren erforderlich. Vorausgesetzt Apple und GT Advanced genehmigen anderen Herstellern überhaupt die Nutzung.