Pixelscharfe Interaktion auf iPhone & iPad: Offscreen-Gesten als Workaround

Ansgar Warner 3

Bisher fehlt dem Touchscreen auf iPhone & iPad das Feingefühl. Eine neue Off-Screen-Methode könnte die Eingabe in Zukunft optimieren – durch das Tippen auf den Geräterand sollen pixelscharfe Aktionen auf dem Display möglich sein.

Pixelscharfe Interaktion auf iPhone & iPad: Offscreen-Gesten als Workaround

Der Zeigefinger ist kein Mauszeiger, und das Touch-Screen kein Stifttablett: auf dem Display von iPhone oder iPad gehen viele Touchgesten auch gerne mal daneben. Man berührt den falschen Button, vertippt sich beim Schreiben, oder markiert die falsche Textzeile. Das liegt nicht nur am Finger, sondern vor allem auch am Touch-Screen. Denn für pixelscharfe Interaktionen ist die Display-Abtastung gar nicht geeignet, ihr Spezialgebiet sind grobmotorischere Aktionen wie Fingerwisch oder Fingertipp. Auch die Bildschirm-Lupe von iOS hilft nicht wirklich weiter.

Ein gerade vom U.S. Patent and Trademark Office erteiltes Apple-Patent mit dem Titel „Fine-tuning an operation based on tapping“ denkt das Daneben-Tippen nun konsequent weiter: wie wäre es, wenn man für „granulare“ Aktionen auf dem Display Fingertipps nutzt, die außerhalb des Displays stattfinden? Dann spielt die Genauigkeit der Bewegung nämlich keine Rolle. Apples cleverer Workaround nutzt für die Off-Screen-Interaktion existierende iPhone-Sensoren wie Akzelerometer oder Gyroskop. Diese Tipp-Geste wird dann auf dem Display in pixelscharfe Bewegungen umgesetzt.

Abhängig davon, auf welcher Seite des Gerätes man tippt, lässt sich die jeweilige Bewegungsrichtung bestimmen. Auch die Tipp-Stärke (vgl. das Force Touch-Feature) kann für das Fine-Tuning der Interaktion genutzt werden, je stärker man tippt, desto weiter bewegt man ein Objekt auf dem Display. Im Textmodus könnte pro Fingergeste auch ganz einfach der Cursor um einen Buchstaben weiterspringen, bei stärkerem Druck auch ein Wort oder eine Zeile.

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