Saphirglas: Entscheidende Fortschritte für Einsatz in Displays

Florian Matthey

Apples Saphirglas-Zusammenarbeit mit GT Advanced war nach kurzer Zeit beendet, aus der Fabrik in Arizona soll ein Apple-Rechenzentrum werden. Saphirglas dürfte für Apple aber weiterhin interessant sein: Die Technologie hat entscheidende Fortschritte gemacht.

Apples groß angelegte Zusammenarbeit mit GT Advanced für die Produktion von Saphirglas führte dazu, dass zahlreiche Quellen für das iPhone 6 und iPhone 6 Plus ein Display-Glas aus künstlich hergestelltem Saphir erwarteten. Daraus wurde jedoch bekanntlich nichts; lediglich die teureren Varianten der Apple Watch werden ein Saphirglas-Display bekommen.

Kurz nach der Präsentation des iPhone 6 musste GT Advanced Insolvenz anmelden; offenbar hatte sich das Unternehmen mit dem Projekt übernommen - wobei auch Apples strenge Verträge ihr Übriges geleistet haben dürften. Apples Saphirglas-Fortschritte dürften durch das Ende der Zusammenarbeit einen Rückschlag erlitten haben, allerdings deutete Apple selbst an, dass das Interesse weiterhin besteht.

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iPhone 6 und Lumia 930 im Kamera-Vergleich [Galerie]

MacRumors hat sich mit den Experten von DisplayMate über die Fortschritte in Sachen Qualität von Saphirglas-Displays unterhalten. Immerhin sollen Qualitätsmängel ein Grund gewesen sein, warum sich Apple letztendlich gegen Saphirglas-Displays fürs iPhone 6 entschied. Saphirglas war bislang dicker, schwerer, teurer, in mancherlei Hinsicht weniger langlebig und vor allem auch weniger lichtdurchlässig und stärker reflektierend als Glas.

Zumindest bezüglich der letztgenannten Punkte soll es in den vergangenen Monaten massive Fortschritte gegeben haben: DisplayMate will gerade eine neue Saphirglas-Technologie getestet haben, die deutlich lichtdurchlässiger als herkömmliches Glas ist und Licht auch weniger reflektiert. Ein bisheriger Saphirglas-Nachteil ist also jetzt zu einem Vorteil geworden. Der Fortschritt könnte unter anderem bedeuten, dass sich auch der Stromverbrauch für hellere Display-Einstellungen einschränken ließe.

Hinzu kommen der ohnehin schon bekannte Vorteil von Saphirglas: Das Material ist extrem kratzfest. Gerade für kleinere Flächen wie dem iPhone-Touch-ID-Button, dem iPhone-Kamera-Objektiv oder auch das Apple-Watch-Display bietet sich die Technologie daher schon jetzt an. Ob und wann es doch noch ein Saphirglas-Display fürs iPhone geben wird, bleibt abzuwarten.

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