Verlangsamte iPhones: Jetzt schalten sich sogar Regierungen ein

Holger Eilhard

Nachdem Apple zugegeben hatte, iPhones mit altem Akku zu verlangsamen, verlangen jetzt auch die Behörden einige Antworten vom iPhone-Hersteller aus Kalifornien.

Verlangsamte iPhones: Jetzt schalten sich sogar Regierungen ein
Bildquelle: GIGA.

Verlangsamte iPhones: US-Senator John Thune hat Fragen für Tim Cook

Nachdem Apple Ende Dezember zugegeben hatte, iPhones mit alten Akkus zu drosseln und daraufhin ein vergünstigtes Austauschprogramm für die betroffenen Geräte gestartet hatte, folgen nun die Behörden mit ihren Fragen für Apple. Im jüngsten Fall ist es der republikanische US-Senator John Thune, Vorsitzender des Senate Commerce Committee, der in einem Brief einige Fragen für Tim Cook hat.

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So will Thune etwa wissen, ob Apple es in Erwägung gezogen hat, ein kostenloses Austauschprogramm anzubieten oder ob man Kunden, die ihren iPhone-Akku bereits haben austauschen lassen, einen Rabatt geben will. Einige betroffene Nutzer berichteten bereits, dass ihnen die Kostendifferenz für einen Akkutausch vor dem Start des neuen Austauschprogramms zurückerstattet wurde.

Des Weiteren stellt er Apple die Frage, ob das Unternehmen in seinen Update-Hinweisen auf die Drosselung hingewiesen habe und ob die Kunden die Möglichkeit hatten, das Update abzulehnen. Bis zum 23. Januar 2018 hat Apple nun Zeit, um die Fragen zu beantworten.

Seit iOS 11.2 greift die Performance-Drossel auch im iPhone 7, hier unser Test:

iPhone 7 Review.

Geplanter Obsoleszenz bei iPhones? Frankreichs Behörden werden aktiv

Neben dem US-Senator untersucht auch die Pariser Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde DGCCRF (kurz für „Direction générale de la concurrence, de la consommation et de la répression des fraudes“) das Vorgehen Apples. Die dem Wirtschaftsministerium zugeordnete Behörde untersucht nun, ob Verbrauchertäuschung und geplante Obsoleszenz vorhanden war.

Die Nachforschungen können mehrere Monate anhalten. Die Strafen könnten im Fall der Fälle Apple teuer zu stehen kommen. Das französische Gesetz sieht bis zu 5 Prozent ihres Jahresumsatzes als Strafzahlung vor, sofern die Lebensdauer eines Geräts wissentlich verringert wurde, um den Verkauf neuer Geräte zu befödern.

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Apple muss sich seit der Bekanntgabe des neuen Austauschprogramms unter anderem mit Klagen aus verschiedenen Regionen auseinandersetzen. Betroffene iPhone-Besitzer können seit Anfang Januar den Akku ihres Geräts für 29 Euro statt üblicherweise 89 Euro bei Apple austauschen lassen.

Quellen: Reuters 1, Reuters 2, Wall Street Journal

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