Audio-Tipps für iPhone, iPod touch und iPad

Sebastian Trepesch 13

Wie bekommen wir nun aus unseren iOS-Geräte die maximale Audioqualität heraus?

Apple Lossless für Musik verwenden

Die Qualität der Musik muss stimmen. Es gibt Download-Shops, die CD-Auflösung oder sogar noch hochwertigere Formate bieten. In Sachen Auswahl und Preis können sie allerdings nicht mit und dem iTunes Store mithalten.

itunes-audioqualitat-apple-lossless
Wer seine CDs mit iTunes einliest, wählt in den Einstellungen -> Importeinstellungen ein möglichst gutes Format. HiFi-Liebhaber verwenden Apple Lossless. Hier werden die Songs verlustfrei komprimiert, wir erhalten also die CD-Qualität. Die sind mittlerweile so niedrig, dass ich meine Musik nur noch in Apple Lossless einlese – selbst wenn der Speicherbedarf recht hoch ist. Wer unbedingt kleinere Dateien benötigt, verwendet für AAC zumindest die höchste Einstellung, 320 kBit/s.

iOS-Apps mit FLAC-Unterstützung
Noch hochauflösender als Apple Lossless kann FLAC sein. Die Musik-App auf dem iPhone spielt dieses Audioformat zwar nicht ab. Doch es gibt Apps von Drittherstellern, die dies leisten. Beispiel:

Die App konnte im App Store nicht gefunden werden.

Man sollte sich aber auch bewusst sein: Eine höhere Auflösung verursacht einen (noch) größeren Speicherbedarf. Apple Lossless ist ein guter Kompromiss: Der Speicherbedarf wird auf die Hälfte reduziert, ohne aus den Audioinformationen etwas komplett herauszukürzen – verlustfreie Kompression eben.

Bilderstrecke starten
12 Bilder
Top 10: Diese Smartphones müssen in Deutschland am häufigsten repariert werden.

Externen Wandler einsetzen

Der Kopfhörerausgang des iPhones entspricht nicht unbedingt den höchsten HiFi-Ansprüchen – wir brauchen ihn aber gar nicht unbedingt. Manch Verstärker, Netzwerkplayer oder andere Komponenten (z.B. manch Marantz-CD-Player, siehe Foto) hat einen USB-Anschluss, der Made for iPhone ist. Hier können wir das iPhone-Ladekabel anschließen. Die Wandlung des digitalen Signals übernimmt dann nicht das iOS-Gerät, sondern die Audiokomponente. Bei einem guten Gerät bietet sie die bessere Qualität.

Kopfhörerverstärker für iPhone
Ähnliches funktioniert auch in einer (mehr oder weniger) transportablen Version: Wer die Musik mit Kopfhörern hören möchte, kann auf . Hier lassen sich zudem Kopfhörer mit höherem Ohm-Wert anschließen.

Aufstellung der Lautsprecher

Eine gute HiFi-Anlage inklusive Lautsprecher ist Voraussetzung. Was tun, wenn der Klang nicht passt? Die richtige Aufstellung der Boxen wirkt Wunder. Klingen sie zu dünn, kann mehr Nähe zur Wand helfen. Dröhnt es, dürfen sie noch 30 Zentimeter oder mehr in den Raum wandern. Ausprobieren heißt die Devise.

Raumakustik anpassen

Eine Studioakustik brauchen wir in unserem Wohnzimmer nicht unbedingt. Aber ist der Raum deutlich zu hallig (besonders bei Fließen und wenig Möbeln), helfen Teppich und Vorhänge schnell viel. Ich habe bei mir zum Beispiel Stoffbahnen als Raumtrenner aufgehängt. sind oft gar nicht unbedingt notwendig. 

HiFi-tauglich: AirPlay von iPhone, Apple TV & Co

Das drahtlose Übertragungsprotokoll AirPlay von Apple können wir in unserem HiFi-Umfeld durchaus integrieren. Für den Musikstream zwischen den Geräten setzt Apple nämlich das Audioformat Apple Lossless ein. Wir, die wir uns mit CD-Qualität begnügen, werden somit vollends glücklich.

Klar, dass am anderen Ende keine kleine Soundstation, sondern ein vernünftiger Empfänger stehen muss – zum Beispiel ein AirPlay-Verstärker oder Apple TV. Letzteres reicht das Signal digital an einen Verstärker weiter.

Die wahre Alternative zu iPhone & Co: alles analog

Wir sehen: Auch im Umfeld mit hochwertigen Audiokomponenten können iPhone, iPad und iPod touch durchaus ihr Gesicht wahren. Richtig integriert müssen sie sich vor CD-Player und Co. nicht verstecken, sie bieten sogar eine gute Qualität. Als Zuspieler stellen sie zudem eine preisgünstige Alternative zu manch digitalen HiFi-Komponenten dar.

Als wirklich spannende Alternative sehe ich nicht höher auflösende Formate, entsprechende Player etc., sondern Analogquellen. Sprich: der Schallplattenspieler. Da knistert es – manchmal im wahrsten Sinne des Wortes…

Wie werden Smartphones und Telekommunikationsgeräte in 10 Jahren aussehen und wie kommuniziert man damit? (Umfrage)

Wie werden Smartphones und Telekommunikationsgeräte in 10 Jahren aussehen und wie kommuniziert man damit?

Zu den Kommentaren

Kommentare zu diesem Artikel

* Werbung