Apple A9 im iPhone 6s zum Teil schneller als MacBook-Chip

Florian Matthey

Apple bewirbt den Apple A9(X) als Chip „mit Desktop-Leistungsfähigkeit“. Tatsächlich ist das iPhone 6s in Benchmarks leistungsfähiger als das 12-Zoll-MacBook. Die Frage ist allerdings, ob das eher für das neue iPhone oder gegen das MacBook spricht.

Der Blogger John Gruber stellt in seinem Blog Daring Fireball die These auf, dass die „s“-Generationen des iPhone in mancherlei Hinsicht weitreichendere Neuerungen bringen als die iPhones, die ein neues Design einführen. Historisch seien die „s-iPhones“ die besseren Geräte gewesen.

Das setze sich auch beim iPhone 6s fort – durch neues Aluminium, durch 3D Touch, aber auch durch einen noch einmal deutlich leistungsfähigeren Prozessor. In seinem Geekbench-3-Test stellte Gruber fest, dass das iPhone 6s mit 2500 Punkten im Single-Core- und 4340 Punkten im Multi-Core-Test zum Teil das 12-Zoll-MacBook hinter sich lässt – die 1,1-, 1,2- und 1,3-Gigahertz-Modelle des dünnsten Apple-Notebooks erreichen im Single- und Multi-Core-Test die Werte 2295, 2420 und 2631 sowie 4464, 5018 und 5268.

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Besonders dann, wenn man nur einen Prozessorkern betrachtet, kann das iPhone 6s also die 1,1,- und 1,2-Gigahertz-Modelle hinter sich lassen und es fast mit dem 1,3-Gigahertz-Top-Modell aufnehmen. Die Single-Core-Leistung ist für zahlreiche Alltagsaufgaben wichtiger als die Multi-Core-Leistung. Und: Das iPad Pro dürfte sich mit dem leistungsfähigeren Apple-A9X-Chip noch besser schlagen.

Ist der Apple A9 also ein Chip, der wirklich mit Desktop- und Notebook-Chips von Intel vergleichbar ist, so dass Apple eines Tages auch in Macs eigene Prozessoren verwenden könnte? Entsprechende Gerüchte kommen immerhin immer wieder auf. Das PC Mag hält zumindest dagegen und verweist darauf, dass der Intel-Core-M-Chip im MacBook einfach sehr langsam sei. Das iPhone 6s schafft es also nur auf das Niveau eines schwachen Macs, und nicht wirklich auf „Desktop-Niveau“.

Dennoch nähern sich Macs und iPhones natürlich weiter an. John Gruber verweist darauf, dass das Niveau des iPhone 6s immerhin auch mit dem 2012er- und 2013er-MacBook Air vergleichbar sind. Und auch das MacBook bietet immerhin genug Leistung für Einsatzmöglichkeiten, die den meisten Benutzern reichen dürften.

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