Apples Management erzählt die Geschichte hinter 3D Touch

Florian Matthey 6

Eine der wichtigsten Neuerungen des iPhone 6s ist „3D Touch“. In einem Interview äußern sich Apples Manager Jonathan Ive, Craig Federighi, Phil Schiller und Alan Dye zur Entstehungsgeschichte: Apple habe Jahre an der Technologie gearbeitet.

Apples Management erzählt die Geschichte hinter 3D Touch

Bloomberg hat sich mit den Apple-Managern über 3D Touch unterhalten. Jonathan Ive verrät, dass 3D Touch etwas sei, „an dem wir lange Zeit gearbeitet haben – multi, multi, multi Jahre“.

Vor einigen Jahren sei den Apple-Designern aufgefallen, dass die Vielzahl an Funktionen, die das iPhone mittlerweile hat, zu einer unschönen Situation geführt haben: Immer wieder mussten sie den Home-Button drücken, um zwischen den Apps und Funktionen hin und her zu wechseln. 3D Touch soll das Ganze einfacher und eleganter gestalten.

Laut Phil Schiller war es „unglaublich schwierig“, die Hardware zu bauen, die 3D Touch ermöglicht. Apple habe zwei Jahre und hohe Kosten für die Herstellung investiert, um das Feature zu ermöglichen. So etwas lohne sich nur, wenn es auch ein wirklich sinnvolles Feature ist, das Kunden auch wirklich benutzen wollen. Laut Federighi habe Apple mit 3D Touch etwas erschaffen, das nicht einfach ein Kompromiss sei – es handle sich um ein Benutzererlebnis, bei dem den Verantwortlichen klar war, dass es sich genau um das handle, was sie wollten.

3D Touch funktioniert durch ein geringfügig biegsames Display-Glas, das Apple zusammen mit dem Gorilla-Glass-Hersteller Corning entwickelt habe. In der Beleuchtungs-Schicht des Displays befinden sich dann 96 Sensoren, die erkennen, ob der Benutzer das Glas ein kleines bisschen eindrückt. Es ist dann aber auch wichtig, zu erkennen, ob es sich wirklich um eine 3D-Touch-Eingabe handeln soll: Die Software interpretiert, ob der Benutzer einen Finger oder einen Daumen benutzt, die in der Regel unterschiedlich stark drücken, und wie er das iPhone hält. Das Ganze runden dann kleine Vibrationen ab, die ein „haptisches Feedback“ für die Befehlseingabe ermöglichen.

Ersten Erfahrungsberichten zufolge scheint das Endresultat jedenfalls zu überzeugen. Am 25. September wird das neue iPhone erhältlich sein – dann wird sich zeigen, ob die Kunden das Feature auch wirklich gerne verwenden.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung