Apples Mietmodell „iPhone Upgrade Program“ kommt in den USA gut an

Florian Matthey 11

In den USA können Kunden ein iPhone bei Apple selbst nicht nur kaufen, sondern mieten: Für einen monatlichen Preis erhalten sie jedes Jahr ein neues Gerät, der Hardware-Schutz AppleCare+ ist inklusive. Bisher scheinen Kunden das Angebot sehr gut anzunehmen.

Apples Mietmodell „iPhone Upgrade Program“ kommt in den USA gut an

Das „iPhone Upgrade Program“ funktioniert ähnlich wie Angebote mancher Mobilfunkanbieter – der Kunde zahlt einen monatlichen Preis für sein iPhone, jedes Jahr erhält er ein neues Gerät. Bei Apple handelt es sich wohlgemerkt um ein Miet-Modell; der Kunde wird also nie Eigentümer des Gerätes und kann es daher auch nicht weiterverkaufen. Wenn jemand jedes Jahr ein neues iPhone haben und vor Schäden geschützt sein will und sich nicht um das alte Gerät kümmern möchte, dann kann sich das Angebot durchaus lohnen. Apple kann sich wiederum unabhängiger von Mobilfunkanbietern machen, indem das Unternehmen eine eigene Alternative zum Fix-Kaufpreis anbietet.

In den USA scheint es durchaus eine Nachfrage für Apples neues Angebot zu geben: Nach einer von RBC Capital durchgeführten Umfrage unter 6400 bestehenden Apple-Kunden planen immerhin 20 Prozent von ihnen, sich für das iPhone Upgrade Program zu entscheiden.

Für Apple bedeute dies nicht nur einen stetigen Umsatz, sondern auch eine stärkere Kundenbindung, höhere Absätze des AppleCare+-Vertrages, der eine besonders hohe Marge bietet sowie ein Apple-eigenes Inventar an benutzten iPhones, die sich als Refurbished-Geräte verkaufen lassen. Außerdem setzte das Programm Mobilfunkbetreiber unter Druck, um ihre Angebote ihrerseits attraktiver zu machen.

RBC Capital glaubt außerdem, dass die iPhone-Gewinnmarge durch das Programm von 50 auf 55 Prozent steigt. Der iPhone-Upgrade-Zyklus verkürze sich durch das Programm auf die Hälfte – bisher hätten sich die meisten Kunden rund alle zwei Jahre für ein neues iPhone entschieden, durch das Programm wären es eben nur noch zwölf Monate.

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