Wie am Freitag bekannt wurde, sollte Apple dem FBI erneut helfen, an die Daten auf einem gesperrten iPhone zu gelangen. Die US-Behörde hat ihr Interesse an dem Fall wohl aber verloren. 

 

iPhone 6s

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iPhone 6s

Im Februar erhielt Apple die Anweisung, Daten auf einem gesperrten iPhone für das FBI sicherzustellen. Das Smartphone, ein iPhone 6, gehört angeblich einem Bandenmitglied; ein entsprechender Gerichtsfall wird in Boston, Massachusetts, verhandelt.

Wieder berief sich die US-Behörde auf den All Writs Act — von ihm hatte sie bereits im San-Bernardino-Fall Gebrauch gemacht.

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US-Richterin Marianne Bowler forderte Apple dazu auf, Hilfe zu leisten. Allerdings stellte sie an den Hersteller weniger Ansprüche als die Behörden im San-Bernardino-Fall.

Apple solle, sofern möglich, die Daten auf dem Gerät auslesen, sie auf einer externen Festplatte oder einem anderen Medium speichern und sie den Behörden übergeben. Alternativ — oder zusätzlich — hierzu solle Apple die PIN- oder PUK-Nummer des Geräts übergeben.

Sollten die Daten auf dem Gerät aber verschlüsselt sein — und davon ist auszugehen — müsse Apple diese Verschlüsselung nicht umgehen. Der Hersteller müsse den Behörden in diesem Fall keinen Zugang verschaffen, heißt es in dem Antrag. Für das FBI hatte der Fall damit keinen praktischen Nutzen mehr. Am 9. Februar hat Apple dennoch Widerspruch eingelegt. Eine Antwort der US-Behörde steht noch aus.