IonVR: VR-Brille fürs iPhone kommt im Herbst

Florian Matthey 3

Was plant Apple im Bereich VR? Ein Analyst glaubt, dass das Unternehmen keine eigene VR-Brille produzieren, sondern solche von Zubehör-Herstellern fördern möchte. Eine solche Brille könnte im Herbst erscheinen.

IonVR: VR-Brille fürs iPhone kommt im Herbst

Der Piper-Jaffray-Analyst Gene Munster berichtete im letzten Monat, dass Apple nach seinen Informationen keine Apple-eigene Virtual-Reality-Brille oder ähnliche Hardware plane – zumindest nicht in naher Zukunft. Stattdessen sollen Zubehör-Hersteller „Made for iPhone“-Zertifikate für entsprechende Produkte bekommen, um offiziell von Apple abgesegnetes Zubehör anbieten zu können. Eine ähnliche Strategie verfolgt das Unternehmen beispielsweise bei Spiele-Controllern. Gleichzeitig möchte Apple das Betriebssystem auf Virtual-Reality-Brillen vorbereiten.

Piper Jaffray hat in dieser Woche Treffen mit insgesamt 13 VR-Frimen veranstaltet, um sich mit ihnen über ihre Pläne zu unterhalten. Das Unternehmen IonVR kündigte an, ab Herbst 2016 ein VR-Headset fürs iPhone anzubieten – äußerte sich aber nicht zur Frage, ob es für ein solches auch ein „Made for iPhone“-Zertifikat geben wird. Am wahrscheinlichsten ist, dass Apple sich auch gegenüber Herstellern zu solchen Plänen noch nicht geäußert hat. IonVR erlaubt schon jetzt das Vorbestellen einer VR-Brille für 229 US-Dollar; die für Herbst angekündigte Brille soll aber zwischen 100 und 200 Dollar kosten, also ein neues, günstigeres Produkt sein.

Einfache Headset-Halterungen fürs iPhone wie Google Cardboard erlauben zwar ebenfalls eine Art VR-Erlebnis, allerdings sind die Möglichkeiten begrenzt, wenn das Headset ausschließlich das iPhone-Display selbst verwendet. IonVRs Lösung soll offenbar weitere optische Optimierungen verwenden und die begrenzte Rechenleistung des iPhone auch mit eigenen externen Prozessoren unterstützen. So soll auch bei empfindlicheren Benutzern ein VR-Erlebnis ohne Bewegungs-Übelkeit möglich sein.

VR-Brillen werden immer beliebter; in gewisser Weise steht die Technologie, die Apples CEO Tim Cook als „wirklich cool“ bezeichnet hat, aber noch am Anfang: Auch moderne Smartphone-Displays wie Apples Retina Display bieten eine beschränkte Auflösung, die dem Benutzer ein verpixeltes Bild liefert, wenn sich das Gerät direkt vor seinen Augen befindet. Aufwendigere Brillen mit eigenen Displays wie Oculus Rift bieten eine deutlich höhere Auflösung – verlangen dann aber eine so hohe Rechenleistung, dass selbst Apples High-End-Macs das Bild nicht mit ordentlicher Bildwiederholungsfrequenz ausgeben können.

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