Neues Apple-Material könnte Plastik-Streifen für iPhone-Antennen kaschieren

Florian Matthey 5

Das Gehäuse des iPhone 6 besteht zum Großteil aus Aluminium. Das Problem: Das Metall ist nicht so durchlässig für elektromagnetische Wellen. Jetzt hat sich Apple ein Material patentieren lassen, durch das hässliche Plastikstreifen nicht mehr nötig sein werden.

Neues Apple-Material könnte Plastik-Streifen für iPhone-Antennen kaschieren

Das Design des iPhone 6 ist schlicht und elegant, hat aber zwei Makel: Einerseits steht das Kamera-Objektiv aus dem Gehäuse hervor. Und andererseits unterbrechen Plastikstreifen das sonst einheitliche Aluminium-Gehäuse. Unter diesen Streifen befinden sich die Antennen des Gerätes. Ansonsten wäre kein entsprechend guter Empfang möglich. Im iPhone 5 und iPhone 5s hatte Apple aus demselben Grund Glasflächen auf der Rückseite des Gerätes verwendet.

Apple kann zwar die Grenzen der Physik nicht ändern - Aluminium ist leitend, weshalb es sich in Zukunft auch nicht als Abdeckung für Antennen anbieten wird. Benutzer des iPhone 4 können ein Lied davon singen; hier waren die Aluminium-Kanten zwar durch nicht leitende Materialien unterbrochen, wenn man das Gerät falsch anfasst, kann es zu Empfangsproblemen kommen - wenngleich diese nicht so dramatisch sind, wie damals teilweise behauptet.

Ein neues Apple-Patent beschreibt jedoch, wie sich das Problem auch optisch ansprechend lösen ließe: Apple hat ein Material entwickelt, das durch eine bestimmte Oberflächenbeschichtung aussieht wie anodisiertes Metall, jedoch eben nicht leitend ist. Allerdings verrät Apple nicht, aus welchem Material die Beschichtung selbst besteht. Das Material ließe sich jedenfalls nicht nur für Smartphones, sondern ebenso für Trackpads eines Laptops verwenden, wie das Patent weiter beschreibt.

Wie immer bei (Apple-)Patenten ist unklar, ob aus der Idee letztendlich auch ein fertiges Produkt wird. Sollte das Material aber tatsächlich praktikabel einsetzbar sein, erscheint es durchaus denkbar, dass Apple diesen Weg in Zukunft einschlagen wird - denn wer Apples Liebe zu Design-Details kennt, dürfte sich im Klaren darüber sein, dass auch Jonathan Ive und Co. nicht glücklich über die Plastikstreifen des iPhone 6 sind.

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