Vor einigen Tagen machte die Meldung über unterschiedliche Akkulaufzeiten des iPhone 6s ihre Runden durch die Medien. Wurde damals Geekbench als Werkzeug auserkoren, um die Unterschiede der A9-Chips von Samsung und TSMC zu demonstrieren, zeigen genauere Tests nur kleine Unterschiede.

Die von TSMC produzierten A9-Chips, das Herz des iPhone 6s und iPhone 6s Plus, sollen eine deutlich längere Laufzeit des iPhone erlauben. Die Geekbench-Ergebnisse waren offenbar deutlich genug, dass Apple diese zum Anlass nahm, um auf die Berichte zu antworten.

Laut Apple sollten die Unterschiede der Akkulaufzeiten bei nur 2 bis 3 Prozent liegen. Ein Wert, der bei der normalen Nutzung nicht auffallen wird.

Nun hat Ars Technica eigene Tests mit zwei iPhone 6s durchgeführt, die in verschiedenen Tests zeigen, dass die von Apple genannten Differenzen korrekt sind – mit Ausnahme des bereits genannten Geekbench 3.

Beim Test mit Hilfe von Geekbench 3 wird laut Ars Technica die CPU dauerhaft bei rund 55 bis 60 Prozent ausgelastet. Der zweite Test, WebGL, lastet sowohl CPU (zwischen 45 und 50 Prozent) und GPU (25-30 Prozent) aus. Mit Hilfe von GFXBench GL 3.1 wird eine weitere Grafik-Belastung des Chips getestet. Der Wi-Fi-Browsing-Test von Ars Technica lädt alle 15 Sekunden eine Webseite; bis der Akku leer ist. Bei allen Tests wurde dieselbe Helligkeit (200 nits) des Displays eingestellt.

Die Tests zeigen, wie bereits zuvor bekannt, dass ein iPhone 6s beim Geekbench-Test mit einem A9-Chip von TSMC länger durchhält, als mit einem Samsung-Chip. Bei den anderen Tests liegen die Unterschiede genau im Rahmen dessen, was Apple vor einigen Tagen bereits gesagt hatte: Eine mögliche Variation von 2-3 Prozent.

Gibt es Unterschiede zwischen den Chips von Samsung und TSMC? Ja. Anders wäre es für Apple unmöglich mehrere Millionen iPhones innerhalb weniger Wochen zu fertigen. Hinzu kommen unterschiedliche Lieferanten für viele andere Einzel-Komponenten – wie zum Beispiel Display, Speicher oder Taptic-Engine – des iPhone.

Sind diese Unterschiede für den normalen Nutzer nachvollziehbar und im normalen Alltag zu bemerken? Nein. Die Dauerlast, die Geekbench simuliert ist genau das: Eine Simulation, die bei der Nutzung eines Smartphone in der Realität sehr ungewöhnlich ist.

Weiter muss aber gesagt werden, dass alle bislang durchgeführten Tests nur auf einem kleinen Anteil aller bislang verkauften iPhone 6s und iPhone 6s Plus durchgeführt wurden. Lediglich Apple ist in der Lage genügend Exemplare testen zu können.