Apple erlaubt Entwicklern erstmals Zugriff auf NFC-Chip im iPhone

Florian Matthey

Seit dem iPhone 6 verfügt das iPhone über einen NFC-Chip. Dieser kommt bisher allerdings ausschließlich für Apple Pay und Wallet zum Einsatz. Mit dem iOS 11 will Apple auch Entwicklern Zugriff auf den Chip erlauben – zumindest ein bisschen.

Apple erlaubt Entwicklern erstmals Zugriff auf NFC-Chip im iPhone
Bildquelle: Apple.

Engadget hat ein Apple-Dokument für iOS-Entwickler entdeckt, in dem Apple erklärt, wie Entwickler mit dem iOS 11 auf den NFC-Chip des iPhone 7 und iPhone 7 Plus zugreifen können. Mit älteren iPhone-Modellen ist das aus nicht näher benannten Gründen nicht möglich.

Auch scheinen die Möglichkeiten der Entwickler sehr beschränkt zu sein: Apple beschreibt lediglich, dass Apps Tags auslesen können, um Informationen über die physische Umwelt des iPhone zu erfassen. Beispielsweise sei es möglich, dass Apps erkennen, wenn der Benutzer sich in der Nähe von Produkten in einem Geschäft oder von Ausstellungsstücken in einem Museum befindet, um ihm dann weitere Informationen anzuzeigen. Ähnliches erlaubt Apple schon seit geraumer Zeit mit iBeacons, die allerdings auf Bluetooth statt den NFC-Chip setzen.

iPhone 7 Review.

Was Apple wohl nicht erlauben wird, sind drahtlose Bezahlungen über andere Dienste als Apple Pay – sicherlich aufgrund der Tatsache, um Konkurrenten nicht zu fördern, aber auch, weil sich ohne Apples tiefe Integration mit der Hardware nicht dasselbe Niveau an Sicherheit garantieren lässt. Auch meint Engadget herauszulesen, dass Apple es nicht erlauben wird, dass sich andere Geräte mit dem iPhone über NFC schneller koppeln lassen, als über die Bluetooth-Einstellungen – eine so elegante Verbindung soll vielleicht nur mit Apples eigenem W1-Chip möglich sein, der unter anderem in den AirPods zum Einsatz kommt.

Aus Sicht der Entwickler ist zu hoffen, dass Apple die Regeln für den Zugriff auf den NFC-Chip genauer definiert. Andernfalls werden sie austesten müssen, was zulässig ist und was nicht – was natürlich das Risiko umfasst, umsonst Arbeit in Features zu stecken.

Quelle: via Engadget, 9to5Mac

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