Das Jammern über Apple-Zahlen spielt sich auf hohem Niveau ab. Allerdings wird es wohl erst einmal anhalten: Die Mac-Verkaufszahlen sind offenbar aktuell recht schwach, an der iPhone-Schwäche wird voraussichtlich auch das iPhone 7 nichts ändern.

 

Apple iPhone 7

Facts 

Im April stellte Apple das Ergebnis des zweiten Geschäftsquartals 2016 vor. Erneut verkündete das Unternehmen einen satten Umsatz und Gewinn – dennoch sprechen zumindest pessimistischere Beobachter seitdem von einer kleinen „Krise“: Erstmals seit der Veröffentlichung des ersten iPhones gingen die Verkaufszahlen des Geräts im Vergleich zum Vorjahr zurück. Und erstmals seit 2003 (!) musste das Unternehmen ein Umsatz-Minus verkünden.

Im Herbst wird aller Voraussicht nach ein neues iPhone erscheinen, das die Verkaufszahlen wieder ankurbeln könnte. Allerdings erwarten Apples Zulieferer offenbar nicht, dass Apple durch das neue Modell wieder wachsen kann: Laut Nikkei geht beispielsweise Apples AX-Chip-Produzent TSMC davon aus, in der zweiten Jahreshälfte 30 Prozent weniger Prozessoren herzustellen als im Vorjahr. Auch andere Zulieferer wie Japan Display, Largan Precision, LG Display, Catcher Technology und Apples Montage-Partner Foxconn und Pegatron erwarteten in näherer Zukunft ein anhaltendes Minus.

Als Grund nennt ein Vertreter eines wichtigen Zulieferers, dass das iPhone 7 keine großen „Innovationen“ mit sich bringen werde. Wobei sich die Frage stellt, wie solche Innovationen aussehen könnten: Das iPhone 6 war seinerzeit in erster Linie so beliebt, weil es erstmals deutlich größer als sein Vorgänger war. Viele Kunden scheinen sich aber am Design des jeweiligen iPhone-Modells zu orientieren – und das Design des iPhone 7 wird offenbar tatsächlich stark dem seiner Vorgänger ähneln.

Ein anderes Sorgenkind – neben dem iPad, dessen Verkaufszahlen schon lange rückläufig sind – ist aktuell der Mac: Die Marktforscher von TrendForce haben ermittelt, dass Apple im ersten Quartal 2016 nur 2,53 Millionen MacBooks verkaufen konnte. Im Vorjahr seien es noch 3,4 Millionen gewesen. Dementsprechend ging der Apple-Marktanteil unter allen Notebook-Herstellern von 9,7 Prozent im vierten Quartal 2015 auf 7,1 Prozent im ersten Quartal 2016 zurück. Allerdings gibt es hier Licht am Ende des Tunnels: Viele potentielle MacBook-Käufer warten einfach auf neue Modelle; vor allem des MacBook Pro.

Surface Book vs. Macbook

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Florian Matthey
Florian Matthey, GIGA-Experte.

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