Da ist es endlich, das iPhone 7: Das Smartphone, auf das die ganze Welt gefühlt eine Ewigkeit gewartet hat. Nach unendlich vielen Leaks wurde das Gerät endlich vorgestellt – und offenbarte zahlreiche Überraschungen, aber nur wenige Innovationen.

 

Apple iPhone 7

Facts 

Wenn man über Apples iPhone spricht, dann spricht man nicht selten auch über den Vorwurf der Stagnation: In den letzten Jahren hat es sich im Prinzip immer wieder so zugetragen, dass im Anschluss nach der Vorstellung des neuen iPhones über die fehlenden Neuerungen lamentiert wurde. Gerade im Vergleich zur Android-Konkurrenz, die sich mit jedem Release um die Integration innovativer (oder zumindest: innovativ wirkender) Features bemühte, wirkte der iPhone-Release stets etwas uninspiriert.

Beim iPhone 7 sieht die Sache freilich etwas anders aus, denn Apple hat optisch wie auch technisch an vielen Stellen bahnbrechende Neuerungen eingeführt – zumindest im Vergleich zur bisherigen iPhone-Reihe. Gerade Android-Fans werden festgestellt haben, dass viele der gezeigten Features, die das neue Flaggschiff von Apple mit sich bringt, schon teils seit Jahren bei Android-Geräten zu finden sind und keineswegs eine technologische Revolution sind.

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Gut kopiert ist besser als teuer erfunden?

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Wasserdichte Smartphones? Das hatte Sony mit dem Xperia Z, wohlgemerkt im Jahre 2013, schon erstmals der Weltöffentlichkeit gezeigt, damals noch mit sehr verhaltener Begeisterung seitens der Nutzer. Stereo-Lautsprecher? Das hatte HTC mit dem One M7 schon in einer deutlich ausgefeilteren Form mit den BoomSound-Lautsprechern, die jahrelang charakteristisches Merkmal der Taiwaner gewesen sind.

Und die Dual-Kamera? Nicht zuletzt hat das Honor 8 mit einem Kracherpreis von 399 Euro die Technologie integriert, ebenso das Huawei P9. Als Vorreiter ist hier aber wohl auch HTC zu nennen, denn das One M8 war das erste richtige Flaggschiff-Gerät, dass mit zwei rückseitigen Kameras experimentierte – allerdings kläglich scheiterte. Und auch Smartphones ohne Klinkenanschluss gibt es im Android-Sektor schon so einige, die von den meisten Nutzern aber eher mit Argwohn denn mit Beifall beäugt wurden.

Und genau da sind wir auch schon beim springenden Punkt: Ja, eigentlich hat man fast alles am iPhone 7 schon in der einen oder anderen Form irgendwo bei der Android-Konkurrenz gesehen. Auch die neue Farbe Jet Black ist – ausgeklügeltes Verfahren hin oder her – sicherlich kein Novum, denn glänzend schwarze Geräte gibt es auf dem Smartphone-Markt zuhauf.

Die Umsetzung ist der springende Punkt

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Doch Apple hat sich offenbar ausgiebig an der Konkurrenz orientiert und so ziemlich alle positiven Merkmale der Mitbewerber in einem Gerät vereint, was tatsächlich bemerkenswert ist. Gemessen an den bisherigen Produkten, die Apple auf den Markt gebracht hat, konnte man dem Unternehmen stets eine unterschwellige Arroganz entnehmen. Wenn die Konkurrenz innovative neue Features im Flaggschiff-Smartphone integriert hatte, war die einhellige Meinung in Cupertino eher: „Das brauchen wir nicht“, und nicht etwa: „Das müssen wir in unseren Smartphones auch haben.“

Genau das hat sich nun aber offenbar verändert. Obendrein haben die neuen iPhones doppelt soviel Speicher wie vorher, mit 256 GB ist man sogar absoluter Spitzenreiter auf dem Markt. Hinzu kommen die üblichen Verbesserungen in der Akkulaufzeit sowie bei der Performance, wo Apple ohnehin schon seit jeher an der Spitze steht. Ja, es ist nicht sonderlich innovativ, die besten Features der Konkurrenz in einem Gerät zu vereinen – aber wenn es ein iPhone ist, dann ist es dennoch ziemlich genial.

PS: Bei den Preisen kauf ich mir persönlich trotzdem lieber ein OnePlus 3.

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