Die Verkaufszahlen des iPhone sind aktuell rückläufig – und daran wird sich dem Analysten Ming-Chi Kuo auch mit dem iPhone 7 nichts ändern. Die nächste iPhone-Generation werde einfach nicht genug Neues bieten.

 

Apple iPhone 7

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Ming-Chi Kuo von KGI Securities ist dank guter Kontakte zu Zulieferern für vergleichsweise zuverlässige Vorhersagen in Sachen Apple bekannt. Mit seiner jüngsten Meldung an Investoren sagt er allerdings nichts Neues bezüglich zukünftiger Produkte voraus, sondern wagt eine Prognose in Sachen Verkaufszahlen.

Kuo glaubt, dass die iPhone-Verkaufszahlen im Jahr 2016 niedriger sein könnten als im Jahr 2014 – in seinem „worst case scenario“ wären es lediglich 190 Millionen, also 3 Millionen weniger als vor zwei Jahren. Das „best case scenario“ sieht wiederum 205 Millionen Exemplare voraus. Auch damit liegt Kuo aber unter den Erwartungen seiner Kollegen, die zwischen 210 und 230 Millionen Exemplare vorhersagen. Damit werde Apple der einzige unter den weltweite Top-5-Herstellern sein, der im Vergleich zum Jahr 2015 ein Minus verzeichnen muss.

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Einerseits werde das iPhone SE als neues kleineres iPhone nicht die sinkende Nachfrage nach den größeren Modellen ausgleichen können, so Kuo – wobei er für das neue 4-Zoll-iPhone im laufenden Jahr mittlerweile 18 statt 12 Millionen verkaufte Exemplare erwartet. Wichtiger aber noch: Auch das iPhone 7 werde nicht an die Erfolge des iPhone 6 anknüpfen können.

Nach allem, was bisher bekannt ist, werde es dem iPhone 7 an guten Verkaufsargumenten fehlen: Einerseits benötige Apple ein iPhone mit einem wirklich neuen Design. Das iPhone 7 soll aber äußerlich stark dem iPhone 6 und iPhone 6s ähneln; lediglich die Plastik-Streifen für die Antenne auf der Rückseite des Gerätes sollen verschwinden.

Andererseits brauche Apple aber auch wichtige neue Features, um Kunden zu einem Neukauf zu bewegen. Das iPhone 7 wird aller Voraussicht nach einen schnelleren Apple-A10-Chip bekommen, auch von einer zweiten Kamera fürs iPhone 7 Plus sowie dem Wegfallen des Kopfhörer-Anschlusses, was wiederum Bluetooth-Kopfhörer als Standard-Ausführung mit sich bringen könnte, ist die Rede. Nach Kuos Auffassung reicht das offenbar nicht aus.

Dafür erwartet der Analyst fürs Jahr 2017 aber ein iPhone mit Glas-Gehäuse und mit AMOLED-Display – was wiederum mehr Käufer ansprechen könnte. Bis dahin wird Apple, wenn Kuo Recht behalten sollte, aber eine recht lange Durststrecke in Sachen Wachstum überstehen müssen.