Apple bewirbt die Apple Watch Series 2 als wasserdicht bis zu 50 Meter, das iPhone 7 als „wassergeschützt“. Im Kleingedruckten steht aber: Mit der neuen Watch sollte man nicht tauchen, bei iPhone-Wasserschäden entfällt die Garantie.

 

Apple iPhone 7

Facts 

iPhone 7: wassergeschützt, nicht wasserdicht

Das iPhone 7 und das iPhone 7 Plus entspricht den Apple-Angaben zufolge in Sachen Staub- und Wasserschutz dem Standard IP67 – wobei die 6 für Staub und die 7 für Wasser steht. IP6x bedeutet, dass der Staubschutz dem höchsten Standard entspricht, beim Wasserschutz gibt es wiederum noch den Wert IPx8, den beispielsweise Samsung mit einigen Geräten erreicht.

IPx7 bedeutet, dass sich das iPhone 7 (Plus) 30 Minuten lang bis zu einer Meter Tiefe unter Wasser befinden kann, ohne dass ein Wasserschaden entsteht. Bei IPx8-Geräten ist dieser Zeitraum länger.

Das iPhone 7 sollte also einen kurzen Sturz in die Badewanne oder einen Pool überstehen, sollte aber wohl keinem direkten Wasserstrahl wie unter der Dusche ausgesetzt sein – und sich erst recht nicht für längere Zeit unter Wasser befinden.

Apple warnt Kunden vor allem davor, das iPhone aufzuladen, wenn sich Feuchtigkeit in der Lightning-Buchse befindet. Wasserschäden seien nicht von der Garantie umfasst. So oder so ist klar, dass Kunden des iPhone 7 das Gerät von Wasser fern halten sollten, sich nur im Falle eines kleinen Unfalls keine Sorgen machen müssen – von einem iPhone für Unterwasser-Aufnahmen sind wir also zumindest noch eine Generation entfernt.

iPhone 7 Plus im Hands-On

Apple Watch Series 2: schwimmen ja, tauchen nein

Die Apple Watch Series 2 ist ihrerseits deutlich besser vor Wasser geschützt – auch bei höherem Wasserdruck: Der Schutz entspricht dem ISO-Standard 22810:2010, dem zufolge die Watch einen Wasserdruck bei 50 Meter Tiefe aushalten kann.

Etwas überraschend ist angesichts dessen Apples Erläuterung, der zufolge sich die Apple Watch Series 2 nur für Aktivitäten knapp unter der Wasseroberfläche eignet – also das einfache Schwimmen im Pool oder im Meer. Kunden sollten die Watch aber nicht für Aktivitäten mit hohem Wasserdruck – durch Wassertiefe, einen starken Wasserstrahl oder ein Eintauchen bei hoher Geschwindigkeit – benutzen: Das Gerät eigne sich nicht zum Tauchen und auch nicht zum Wasserski-Fahren.

Es ist gut möglich oder sogar wahrscheinlich, dass das iPhone 7 und die Apple Watch Series 2 in der Praxis deutlich mehr aushalten, als Apple mit diesen Einschränkungen verspricht. Das Unternehmen dürfte mit diesen Erläuterungen vor allem rechtlich auf der sicheren Seite bleiben wollen: Immerhin war auch das iPhone 6s schon deutlich besser wassergeschützt als seine Vorgänger; Apple machte damit aber trotzdem keine Werbung.

Apple Watch Series 2 im Hands-On-Video

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