iPhone-7-Vorbestellung: Apple verärgert „iPhone Upgrade Program“-Kunden

Florian Matthey 4

In den USA können Verbraucher über Apples „iPhone Upgrade Program“ für eine monatliche Gebühr jedes Jahr ein neues iPhone bekommen. Bei der Bestellung des iPhone 7 hatten sie aber massive Probleme. Jetzt klagen dort sogar die ersten Betroffenen.

iPhone-7-Vorbestellung: Apple verärgert „iPhone Upgrade Program“-Kunden

Kunden des „iPhone Upgrade Program“ dürften sich vor allem aus dem Grund für das Angebot entschieden haben, weil sie so jedes Jahr pünktlich zum Verkaufsstart ein brandneues iPhone in ihren Händen halten können. Apple startete das Angebot im letzten Jahr zum Start des iPhone 6s; in Sachen Upgrade waren die Vorbestellungen des iPhone 7 am vergangenen Freitag eine Art Premiere.

Die Upgrade-Program-Kunden haben ohnehin einen Anspruch auf ein neues Gerät, so dass Apple es ihnen auch automatisch zuteilen könnte. Allerdings müssen auch sie ja erst eine Variante der zahlreichen iPhone-7- und iPhone-7-Plus-Modelle auswählen. Über Apples Website war am vergangenen Freitag die Reservierung eines Modells möglich; allerdings nur für die Abholung in einem Apple Store. Ein Zusenden des neuen iPhone ist im Upgrade Program nicht vorgesehen.

Da die Upgrade-Program-Kunden insoweit eine eigene Kategorie darstellten, entwickelt sich die Verfügbarkeit von iPhones anders als bei sonstigen Vorbestellern. Allerdings offenbar in erster Linie in negativer Hinsicht: Zahlreiche Kunden konnten anscheinend schon Sekunden nach dem Startschuss überhaupt kein Modell mehr auswählen und wurden an Apples Telefon-Hotline verwiesen.

Apples Support-Mitarbeiter sind in dem Fall Erfahrungsberichten am Telefon sehr zuvorkommend und deuten an, dass die Upgrade-Program-Kunden im Laufe dieser Woche mit einem Prioritäts-Status behandelt würden. Die Mitarbeiter hätten sich auch notiert, welche Modelle die Kunden eigentlich online auswählen wollten. Ein Versprechen, dass sie am Freitag tatsächlich dieses Modell auch in ihrem Apple Store abholen könnten, gab es jedoch nicht.

Eine Anwaltskanzlei aus Boston sieht für die betroffenen Kunden offenbar schon jetzt einen potentiell erfolgreichen Rechtsstreit und hat eine Sammelklage gegen Apple erhoben, an die sich Kunden des Upgrade Programs anschließen können. Ob dies so sinnvoll ist, bevor überhaupt feststeht, ob die Betroffenen nicht doch am Wochenende ihr Wunsch-iPhone 7 abholen können, sei dahingestellt.

Apples iPhone Update Program gab es bislang nur in den USA, zum Verkaufsstart des iPhone 7 führt Apple dieses auch in Großbritannien und China ein. In Großbritannien zahlen Kunden monatlich für das jeweils günstigste neue iPhone 33,45 britische Pfund – also knapp unter 40 Euro. Ob das Programm auch in absehbarer Zeit in Deutschland starten wird, ist nicht bekannt. Jedenfalls bleibt zu hoffen, dass Apple den Verkaufsstart bei zukünftigen iPhone-Modellen für die Upgrade-Program-Kunden besser organisieren wird.

iPhone 7 im Hands-On.

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